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Der Penzberger Oliver Merten deutet auf das besondere "E" auf seinem ebenfalls besonderen SOG-Kennzeichen.

Erstes spezielles Nummernschild im Landkreis

Der Penzberger mit dem Elektro-SOG-Kennzeichen

Penzberg/Schongau - Der Penzberger Oliver Merten fährt das erste Elektroauto im Landkreis mit dem neuen "E" auf dem Nummernschild. Warum er ausgerechnet ein SOG-Kennzeichen hat:

Stolz ist der Penzberger Oliver Merten (48) auf sein Elektro-Auto. Damit gehört er im Landkreis zu einer kleinen Minderheit. Dass sein Zweisitzer einen Elektroantrieb hat, sieht man nun auch am speziellen Nummernschild mit einem „E“ hinter der letzten Ziffer. Derartige Kennzeichen gibt es bundesweit erst seit einer Woche. Oliver Merten war vergangene Woche der Erste im Landkreis, der es sich geholt hat, wie er bei der Zulassungsstelle erfuhr.

Das „E“-Kennzeichen hat Vorteile: Elektro-Autos mit diesem Nummernschild dürfen laut Elektromobilitätsgesetz auf öffentlichen Parkplätzen kostenlos parken und Bus-Spuren legal befahren. Einen Haken hat die Sache noch: Die jeweilige Kommune muss dies extra erlauben.

Den Elektro-Zweisitzer „mit Platz für den Hund“ hat sich Oliver Merten bereits im April 2013 zugelegt. Er fährt ihn nur in den Sommermonaten. Das Auto sei „leise, sparsam und sauber“, schwärmt er. Und es kann erstaunlich schnell beschleunigen. Eine Ladestation hat der Penzberger bei sich zu Hause. Sechseinhalb Stunden dauere es, um die Batterie voll aufzuladen, wenn sie leer ist. Mit einer Ladung sei er „schon 210 Kilometer weit gekommen“, erzählt der 48-Jährige. „In der Region schaffe ich es damit überall hin.“

Allerdings hofft er, dass das E-Ladestation-Netz ausgebaut wird – um anderen Autofahrern die Bedenken zu nehmen. Billig war das E-Auto nicht: Fast 29 000 Euro habe es gekostet. Aber im Unterhalt sei es günstig, sagt Oliver Merten. Er brauche kein Benzin, keinen Ölwechsel, keine Zündkerzen und keinen neuen Auspuff, wenn der alte kaputt ist. Und Kfz-Steuer, sagt er, zahle er für zehn Jahre auch nicht.

Eine weitere Besonderheit an seinem Auto ist vor allem aus Schongauer Sicht interessant: Er fährt nämlich mit SOG-Kennzeichen, obwohl er ja am ganz anderen Ende des Landkreises wohnt. Das hat den Hintergrund, dass er unbedingt eine 1 als Nummer haben wollte. Mit WM waren die aber alle weg, bis auf eines: „IQ 1 gab es noch, aber das wollte ich dann doch nicht haben“, sagt Merten schmunzelnd. Als es im September 2013 schließlich die Möglichkeit gab, ein SOG-Schild zu bekommen, „habe ich mir für mein Auto gleich die Nummer ED 1 besorgt“ – was für Electric-Drive-1 steht. Und er hat sich noch mehr 1er-Nummern mit SOG-Kennzeichen gesichert, „meine Frau fährt auch mit einem“.

wos/bo

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