Immer das gleiche: Viele Autofahrer kommen trotz Hinweisschilder bis vor die Baustelle gefahren, drehen dort oder versuchen es über die Adalbert-Keis-Straße (re.). jos

Europaplatz-Kreisverkehr in Schongau: Ab Mittwochnachmittag offen

Schongau - Genervte Autofahrer auf der einen, genervte Anwohner auf der anderen Seite: So stellt sich die Situation am neuen Europaplatz-Kreisverkehr in Schongau dar - noch.

„Für jede Auskunft und jeden Rat, den ich an die Autofahrer gebe, verlange ich demnächst 50 Cent“, sagt ein rüstiger Senior scherzend, der vor der Baustelle am Europaplatz diejenigen Autofahrer zum Umdrehen ermuntert, die aus Richtung Hohenfurch nach Schongau einfahren. Und das sind viele - trotz der drei Hinweisschilder, die ab der B 17 auf die Sperrung durch den Kreisverkehr-Bau bzw. die abschließenden Teerungsarbeiten seit Montag hinweisen. „Viele folgen einfach den Anweisungen ihres Navis, und das kennt die Baustelle nicht“, sagt der Anwohner, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

Besonders genervt waren und sind die Anwohner der Adalbert-Keis-Straße, eine Sackgasse kurz vor der Baustelle. Denn die Zufahrt zu dieser Straße ist noch frei - und deshalb versuchen viele Verkehrsteilnehmer, ob sie durch diese Straße die Baustelle umfahren können. „Und die kurven dann bei uns durch, bis es nicht mehr weitergeht, drehen und fahren wieder raus“, sagt eine Anwohnerin. „Das ging am Montag bis in die Nacht rein.“ Sie findet schade, dass auf den Hinweisschildern nicht drauf hingewiesen wurde, dass die Adalbert-Keis-Straße eine Sackgasse ist.

„Aber“, so sagt der verkehrsumleitende Anwohner, „in den anderen Straßen ist das genauso: Die Leute fahren vor bis zur Baustelle und schauen dann, wie sie da irgendwie durch- oder drumherumkommen.“

„Dieses leidige Thema haben wir immer wieder an Baustellen“, sagt Schongaus stellvertretender Polizeichef Ronald Bauer. „Einheimische, die es eigentlich wissen müssten, fahren trotz der Hinweisschilder durch, andere kümmern sich nicht um die Sperrungsschilder.“ Und: „An Wochenenden, wenn keine Bauarbeiter da sind, haben wir es auch schon erlebt, dass da Autofahrer rotzfrech durch die Baustelle gefahren sind“, berichtet Bauer. Daher sind Beamten der Polizeiinspektion immer mal wieder vor Ort und verwarnen die Leute, die trotz der Sperrungsschilder bis zur Baustelle durchfahren oder verbotenerweise einen der möglichen Schleichwege benutzen.

Derweil sind laut Ignaz Fischer vom Schongauer Stadtbauamt die Teerungsarbeiten am Kreisverkehr und allen fünf Einfahrten so gut wie abgeschlossen. Gleiches gilt für die angrenzenden Gehwege. „Heute am späten Nachmittag werden die Fahrspuren geöffnet“, kündigt er an. Dank des guten Wetters in den vergangenen Tagen und Wochen hofft man im Stadtbauamt und bei den beteiligten Baufirmen, dass alle Restarbeiten am Kreisverkehr in der zweiten Oktoberwoche abgeschlossen werden können.

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