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Die Aufnahme entstand, als Manfred Schratt das Basislager erreicht hatte.

Schongauer musste aufgeben

Einmal auf den Mount Everest: Der Traum ist geplatzt

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Schongau - Den Mount Everest erklimmen – das war das Ziel des Schongauers Manfred Schratt. Doch jetzt musste er die Expedition abbrechen.

Wochenlang hatte sich Manfred Schratt (54) auf den Mount Everest vorbereitet. Wie berichtet, wollte der Schongauer gemeinsam mit dem Team von Furtenbach Adventures noch im Mai den Gipfel erreichen. Doch daraus wurde nichts. Eine eitrige Mandelentzündung mit Fieber riss ihn jäh aus seinem Vorhaben.

Bis zum Basislager ist er gekommen. Und dann – alles vorbei. „Dabei war ich so gut in Form. Wir hatten uns bei den Eingehtouren super akklimatisiert, es ist alles gut gelaufen“, sagt er. Andere Gruppen habe man sogar überholen können. Doch gegen das Kranksein hilft eben alles nichts. „In dieser Form hat man da oben nichts zu suchen“, sagt Schratt, dem die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben steht.

In 48 Stunden zurück in Schongau 

Eines morgens sei er mit der Teetasse vor dem Spiegel gestanden und habe überlegt, ob er sich jetzt in den Hals schauen solle, oder nicht. Er tat es. Und dann fiel die Entscheidung. Mit dem Antibiotika vom Expeditionsleiter im Gepäck machte er sich auf die Heimreise. „Es ging alles sehr schnell. Der Ober-Sherpa hat mir einen Platz in einem Hubschrauber organisiert.“ Da viele Bergsteiger wegen Höhenkrankheit hinuntergeflogen werden müssen, war das kein Problem. „Es waren dauernd Hubschrauber unterwegs“, so der Schongauer.

Gelandet in Katmandu erstmal der Hitzeschock. „Wenn man da bei 35 Grad mit Daunenjacke aussteigt, wird einem schon anders.“ Zunächst habe er versucht, von dort seinen geplanten Rückflug umzubuchen. Doch das habe nicht geklappt. „Letztlich musste ich mir ein neues Ticket kaufen. Insgesamt war ich innerhalb von 48 Stunden zuhause in Schongau.“ Dort wollte er sich nur noch ins Bett legen. „Das ist das einzige, was man will, wenn man so richtig krank ist“, sagt er.

Ein neuer Versuch ist nicht ausgeschlossen

Wieder gesund, blickt Schratt auf eine ereignisreiche Zeit zurück. „Ich bin schon traurig, dass ich abbrechen musste, aber man kann jetzt auch nichts mehr ändern.“ Ob er es nochmal probieren möchte? „Jetzt brauch’ ich erstmal eine Pause. Ich muss das alles sacken lassen.“ Doch ausschließen möchte der 54-Jährige einen neuen Versuch nicht. „Der Everest steht ja noch lange da“, sagt Schratt – und kann schon wieder lächeln.

Wer die Expedition weiter verfolgen möchte, kann dies auf der Facebook-Seite von Furtenbach Adventures tun. „Es kommen noch einige Höhepunkte“, gibt sich Schratt geheimnisvoll.

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