Der neugewählte Vorstand des Fallschirmjäger-Museums in Altenstadt. Von links Manfried Reinig, Joachim Lauer, Albert Hadersbeck, Volker Bescht, Helmut Schlecht, Axel Gutmann, Dieter Finger und Günter Roth. Foto: wk

Exponate des Fallschirmjäger-Museums nach Stadtallendorf überführen

Altenstadt - Die Auflösung der Luftlande- und Lufttransportschule hat auch Auswirkung auf das „Museum der Deutschen Fallschirmjägertruppe, der Flieger und der Gemeinde Altenstadt“.

Derzeit sind die Exponate des Vereins in zwei Räumen im Stabsgebäude der LL/LTS untergebracht. Knapp 50 Quadratmeter sind es insgesamt, die nicht mehr zur Verfügung stehen, wenn die Schule aufgelöst wird. Deswegen sollten auf der Jahresversammlung Perspektiven entwickelt werden, wenn es denn so weit ist.

General Volker Bescht, er ist der Vorsitzende des Fördervereins, erläuterte Vor- und Nachteile der nach Auflösung der LL/LTS infrage kommenden Standorte. Nämlich Seedorf und Saarbrücken. Dort seien zwar Fallschirmjäger stationiert, es seien aber keine historischen Fallschirmjägerstandorte.

Lebach liege nicht im Zentrum, zudem sei die Kaserne zu klein. Besser sieht es schon mit der Stadt Stadtallendorf aus. Dort ist der Stab der Division schnelle Kräfte (DSK) stationiert. Volker Bescht ist stellvertretender Divisionskommandeur. Dort wird ein „Museum der Garnison Stadtallendorf, der Fallschirmjägertruppe und des Lufttransports“ als eine Art Auffangbecken gegründet. Die 23 000 Einwohner zählende Stadt ist als Träger mit eingebunden.

Auf der Jahresversammlung wurde beschlossen, sowohl die Exponate des Altenstadter Museums als auch dessen Vermögen in das Stadtallendorfer Museum zu überführen. Damit verbunden werde die Option im Zusammenwirken mit der Gemeinde Altenstadt, eine Nebenstelle zur Geschichte der LL/LTS aufzubauen und zu unterhalten.

Kreisheimatpfleger Helmut Schmidbauer sagte, das Museum in seiner Bedeutung gehe weit über den Pfaffenwinkel hinaus. „Der Standort hat Zauber, den man sehen sollte.“ Wenn die LL/LTS und das Museum aufgelöst werden, sei die Katastrophe vollständig. Denn beides habe hier einen Fußabdruck hinterlassen. Volker Bescht versicherte, „das Museum bleibt hier, so lange die Schule existiert“.

Mit eingebunden in die Jahresversammlung war zudem die Wahl des neuen Vorstandes. So ist Volker Bescht auch die nächstes zwei Jahre wieder für die Geschicke des 71 Mitglieder zählenden Museumsvereins verantwortlich. Ihm zur Seite steht als Vize Altenstadts Bürgermeister Albert Hadersbeck. Geschäftsführer ist Dieter Finger, den Schriftverkehr erledigt Helmut Schlecht, während Axel Gutmann als Kassier für das Barvermögen von derzeit rund 10 000 Euro verantwortlich ist. Als Beisitzer fungieren Manfried Reinig, Günter Roth, Joachim Lauer und Georg Thoma.

wk

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