Verdiente Mitglieder mit Kreisbrandinspektor Ludwig Fernsemmer (l.), den Kommandanten Rudolf Schropp (2.v.l.) und Erwin Brucker (5. v.r.) sowie Vorstand Wolfgang Biehl (3.v.r.) und Bürgermeister Michael Asam (r). Von links: Manfred Diegruber, Christian Schießl (beide 25-jähriges Dienstjubiläum), Anton Prielmeier (aus dem aktiven Dienst verabschiedet), Josef Waibl, Andreas Stanka (beide 25-jähriges Dienstjubiläum) und Stephan Schweiger (befördert zum Löschmeister). Es fehlen: Ulrich Bertl, Martin Heiß (beide 25-jähriges Dienstjubiläum), sowie Herwig Skalitza (40 Jahre Mitgliedschaft), Josef Mayr (60 Jahre Mitgliedschaft) und Klaus Müller (Verabschiedung aus dem aktiven Dienst)

Extrem viele Verkehrsunfälle

Peiting - Ein eher ruhiges Jahr 2014, ein neuer Jugendwart, ein neuer Löschmeister sowie Ehrungen waren Themen der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Peiting.

25 Kameraden waren bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Peiting verhindert. „Wir respektieren eure Arbeit in hohem Maße“, betonte Bürgermeister Michael Asam in seinem Grußwort, der sich besonders über die zahlreichen Nachwuchs-Feuerwehrleute freute. Trotzdem hatte er bezüglich der gewünschten neuen Drehleiter eine schlechte Nachricht. Da sie mit veranschlagten 700 000 Euro Anschaffungskosten derzeit von der Gemeinde nicht zu stemmen ist, wurde sie vorerst aus dem Haushalt gestrichen. Asam kündigte aber an: „Wir haben das im Auge“. Einen besonderen Dank richtete er auch an Kommandanten Rudolf Schropp für seinen engagierten Einsatz.

Schriftführer Manfred Diegruber blickte auf das vergangene Jahr zurück. Ein großes Thema war der Digitalfunk, der nach Ankündigungen im Jahr 2006 zum G7-Gipfel endlich eingeführt wurde. Für die Peitinger Wehr bedeutete das zusätzliche Schulungsmaßnahmen. Ein großer Erfolg im letzten Jahr war wieder der Tag der Retter mit elf Organisationen, der an die 4000 Besucher anlockte. Dazu kamen die Floriansmesse, der Vereinsausflug nach Abensberg mit Brauereibesichtigung und Hundertwasser-Turm, sowie der Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Letzterer brachte laut Kassier Klaus Straub 2027 Euro für die Vereinskasse. 4683 Euro kamen bei der Altpapiersammlung zusammen, 6842 Euro beim Tag der Retter und 2605 Euro an Spenden. Ausgaben fielen für Insektengitter am Floriansstüberl, Digitalkamera für Einsätze, Büromaterial, Ehrungen, Uniformen und Bewirtungen nach Einsätzen an.

Der Kassenstand belief sich zum 31. Dezember auf 40646,94 Euro, die für Anschaffungen auf die Seite gelegt werden. Als Kassenprüfer wurden Hans Stöger und Norbert Skalitza im Amt bestätigt. Jugendwart Günter Drobilitsch berichtete über die Aktivitäten, vor allem die zahlreichen Übungsstunden der Feuerwehranwärter. Zudem ist er noch auf der Suche nach Jugendausbildern. Obermaschinist Norbert Socher konnte berichten, dass die Stärke von 34 Maschinisten kontinuierlich gehalten werden konnte.

Kommandant Rudolf Schropp gab einen Überblick über die 95 Einsätze des vergangenen Jahres, bei denen mit 17 „extrem viele“ Verkehrsunfälle zu verzeichnen waren. Den insgesamt 21 Brandeinsätzen standen sieben Sturmschäden, drei Wasserschäden, 12 mal Öl auf der Fahrbahn, acht Wohnungsöffnungen, fünf Tierbergungen, 13 sonstige Hilfeleistungen und vier Sicherheitswachen gegenüber. 7717 Übungs- und Dienststunden haben die 99 Aktiven und 22 Jugendmitglieder geleistet.

Kreisbrandinspektor Ludwig Fernsemmer wartete mit Zahlen aus Bayern auf. „Alle zwei Minuten fährt eine bayerische Feuerwehr raus und weiß nicht, was sie am Einsatzort erwartet“, meinte er mit Blick auf schwere Unfälle. Ein Problem seien die zunehmenden Fehlalarme bei Brandmeldeanlagen, die im letzten Jahr bei 21 000 lagen. Durch die Einführung des Digitalfunks seien rund 2300 zusätzliche Arbeitsstunden angefallen.

Zum Schluss wurden Ulrich Bertl, Manfred Diegruber, Martin Heiß, Christian Schießl, Andreas Stanka und Josef Waibl für 25 Jahre aktiven Dienst geehrt sowie Klaus Müller und Anton Prielmeier aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Stephan Schweiger wurde zum Löschmeister befördert. Auf eine langjährige Vereinsmitgliedschaft können Herwig Skalitza (40 Jahre) und Josef Mayr (60 Jahre) zurückblicken. Wolfgang Biehl erinnerte an das 145-jährige Vereinsjubiläum am 17. Oktober und verabschiedete die Anwesenden mit „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!“

Ursula Fröhlich

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