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Ein Fahnenmeer zur Einweihung

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Großer Bahnhof am Europaplatz: Zur offiziellen Einweihung waren auch die Fahnen der Partnerstädte Lucca (rot-weiß), Sint Niklaas (blau-gelb), Colmar (grün-rot), Gogolin (rot-gelb-weiß) und Abingdon (grün-gelb) geflaggt sowie im Inneren die Fahnen von Schongau, Bayern, Deutschland und der EU. foto: bse-pictures
Großer Bahnhof am Europaplatz: Zur offiziellen Einweihung waren auch die Fahnen der Partnerstädte Lucca (rot-weiß), Sint Niklaas (blau-gelb), Colmar (grün-rot), Gogolin (rot-gelb-weiß) und Abingdon (grün-gelb) geflaggt sowie im Inneren die Fahnen von Schongau, Bayern, Deutschland und der EU. foto: bse-pictures

Schongau - Fünfeinhalb Jahre vom ersten Antrag bis zur Vollendung: Die Geschichte des 800 000 Euro teuren Kreisverkehrs am Europaplatz zeichnete Schongaus Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl gestern bei der offiziellen Einweihung noch einmal nach.

Platz-Einweihungen liegen derzeit in Schongau im Trend: Wurde vergangene Woche der Dr.-Leonhard-Zill-Platz nahe dem Heiliggeist-Heim eingeweiht, war gestern der Europaplatz dran. Und dieses Mal war der Auflauf mit fast 40 Teilnehmern noch größer: Neben dem halben Stadtrat und zahlreichen Mitgliedern der Stadtverwaltung ließen sich auch Landrat Friedrich Zeller, Polizei-Verkehrsexperte Udo Mewes und der Behindertenbeauftragte des Landkreises, Peter Pabst, die Einweihung nicht entgehen. Schließlich ist es laut Gerbl „eines der wichtigsten Projekte, die wir in den letzten Jahren für die Verkehrsinfrastruktur in Schongau verwirklichen konnten“.

Es sei der letzte Unfallschwerpunkt in Schongau gewesen, Landratsamt und Polizei hatten dringend um Abhilfe gebeten. Man habe es nicht nur geschafft, die Gefahr zu minimieren, sondern auch den Berufsverkehr vor allem aus den Nebenstraßen Richtung Berufsschule flüssiger zu gestalten, den Verkehrslärm zu verringern und nicht zuletzt Fußgängern mehr Sicherheit zu bieten - und das alles „vorbildlich behindertengerecht“, wie Gerbl unter eifrigem Nicken von Pabst betonte. Der Behindertenbeauftragte, noch ein Kritiker des zu steilen und engen Wegs am Schwanenweiher, war dieses Mal voll zufrieden. „Unter anderem Dinge wie Rillen im Boden an den Übergängen für Sehbehinderte waren nicht leicht unter einen Hut zu bringen“, so Gerbl.

Dass der Weg zum Kreisverkehr so lang sein würde, hätte 2007 - damals hatte die SPD-Fraktion den Antrag erstmals gestellt - auch niemand gedacht. Denn als man 2009 den Baubeginn anpeilte, kam die Finanzkrise und die extrem-geförderte Dreifachturnhalle dazwischen, die Vorrang hatte. Doch nach dem ersten Spatenstich im April dieses Jahres ging es flott, auch wenn die viel diskutierten zu engen Ausfahrten - auf die Gerbl nur in zwei Sätzen einging - die endgültige Fertigstellung etwas verzögerten.

Zusammen mit Ingenieur Thomas Glatz balancierte Gerbl schließlich über die Planken an den Straßenrand und enthüllte das Namensschild „Europaplatz“, ehe Diakon Hans Steinhilber und Pfarrer Frieder Nägelsbach ihren Segen gaben.

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