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Hilfe, lauter Außerirdische: Ins Weltall haben Frauenbund und Mütterkreis dieses Jahr beim Faschingsball entführt.

Faschingskränzchen katholischer Frauenbund und Mütterkreis

Völlig losgelöste Damen

Schongau - Die Schongauer ins Weltall verbannen, quasi auf den Mond schießen? Hätte mancher vielleicht gerne. Aber ist das denn möglich? Ja, ist es. Das wurde auf dem gemeinsamen Faschingskränzchen des Katholischen Frauenbundes und des Katholischen Mütterkreises einmalig demonstriert.

Beim Betreten des Saales im Jakob-Pfeiffer Haus schnuppert der Besucher Bahnhofsluft – Weltraumbahnhofsluft. Eine Szenerie von Cape Kennedy ist aufgebaut. Die Startrampe für die Superrakete, elf Astronautensitze, darauf Helme und Sauerstoffgeräte. Machen die wirklich ernst? Soll die Reise an diesem Nachmittag beim gemeinsamen Faschingskränzchen des Katholischen Frauenbundes und des Katholischen Mütterkreises wirklich ins Weltall gehen, wie es laut Motto heißt?

Die Besucher jedenfalls haben sich schon in die Kleidung unbekannter Wesen im Universum geschmissen. Teesiebe als Brillen gegen die außerirdischen Strahlungen, Schutzanzüge, die dem täglichen Hausputz standgehalten haben, oder ausgediente Matratzenfedern, die als Antennen auf den Köpfen eine Wiedergeburt feiern. Alle fiebern dem Start entgegen. Die elf Astronautinnen in schneeweißen Raumanzügen bahnen sich leichtfüßig den Weg durch die Stuhlreihen. Die Helme liegen bereit. Jetzt nehmen die unternehmungshungrigen Mädels Platz auf ihren Sitzen in der Weltraumkapsel. Die Kommandantin schließt alle an den Sauerstoff an. Der Countdown läuft. Wumm, mit Musik geht´s ab ins Universum. Das Kölbl-Duo hat die Mädels „völlig losgelöst“ in die Galaxie verbannt. Dort wartet aber schon „Major Tom“, um sie in Empfang zu nehmen. Sie setzten musikalisch und tänzerisch alles um, was die Palette der Krachmacher auf Erden so hergibt. Selbst „der Stern, der Deinen Namen trägt“, ist in greifbarer Nähe.

Völlig losgelöst: Bilder vom Schongauer Faschingskränzchen

Danach der Auftritt einer Außerirdischen, die sich später als Marie-Louise Stöckler entpuppt und die Gäste begrüßt. Stadtpfarrer Norbert Marxer kommt von ganz weit her, umhangmäßig in die Milchstraße gehüllt. Die Hohenfurcher haben ein ganze Kompanie Aliens geschickt, und selbst der Sketch von Gabi Bernhardt, Petra Pößniker und Christa Zidek, der neben dem Kuchen- und Tortenbuffet in keinem Jahr fehlen darf, kommt aus dem Weltall. Der Auftritt der Schongauer Mini-Prinzengarde gehört mittlerweile genauso zum Faschingskränzle wie der Mann im Mond. Nur sind diese wieder im Saal des Pfarrheims gelandet.

Hans-Helmut Herold

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