Faschingszug Schwabsoien: Jäger und Wildschweine im Visier der Narren

Schwabsoien - Soien alaaf oder helau, Hauptsache schön blau. Bei zart blauem Himmel, leichtem Schneefall und Minustemperaturen zog am Samstagnachmittag der prächtige Faschingszug durch Schwabsoien, vorbei an gut gelaunten Zuschauern.

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17 phantasievoll gestaltete Festwagen, zehn Fußgruppen, die Faschingsgarden aus Schongau, Hohenfurch und Schwabsoien, die Musikkapellen aus Sachsenried, Frankenhofen und Schwabsoien sowie das Soier Schlagwerk bildeten den imposanten Faschingszug durch das Mühlendorf. Die prächtig aufgelegten Zuschauer - viele davon ebenfalls maskiert - bildeten links und rechts der Straße ein Spalier und geizten nicht mit Applaus. Mit eingereiht hatten sich die hübschen Reporterinnen aus Burggen, die im „Auftrag des Bayerischen Rundfunks“ Stimmen der Zuschauer eingefangen haben.

Auch heuer hat es den Narren an Themen nicht gefehlt. So kritisierten die Faschingsfreunde aus Altenstadt den Schilderwald und den Brückenübergang am Radweg zwischen Altenstadt und Schongau-West. „A richtiga Murks.“ Die Schwabbrucker Feuerwehr schimpfte über den Baumfrevler, der jüngst in den Gemeindebereichen Schwabbruck, Schwabsoien und Ingenried aus reiner Zerstörungswut über 30 Bäume angesägt hat. „Ohne Hirn bin ich geboren, drum sind die Bäume jetzt verloren“, war auf dem Transparent des Festwagens zu lesen.

Faschingszug in Schwabsoien

Faschingszug in Schwabsoien

Die etwa zehn haushohen Jägerstände um Schwabsoien knöpften sich die Faschingsfreunde Schwabsoien vor. Komfortabel mit drehbarem Chefsessel. „Oben die Jäger thronen - unten die Wildschweine wohnen.“

Die Faschingsfreunde Burggen indes haben den Haustransport in Schongau ganz genau beobachtet. „Ein Haustransport ist schwer, das zeigte sich am Kreisverkehr.“

Die Investitionen in das Schongauer Plantsch hat die Altenstadter Landjugend genau verfolgt. „1,5 Millionen sind ein Trauma und dies lediglich für eine angebaute Sauna.“

Natürlich durfte die anstehende Traumhochzeit von Silvia Gottwald und Christian Schmid nicht fehlen. Die Zuschauer jedenfalls freuten sich über die großzügig verteilten Einladungen in Alexander Herrmanns „Palazzo“ nach Nürnberg.

Als Moderatoren mit genauen Kenntnissen über sämtliche Gruppen und deren Hintergründe zum Wagenbau erwiesen sich Manfred Schmid und Stephan Jahl. Auf der „After-Umzugs-Party“ im Festzelt mit der Partyband „Coxx“ ging es für die jungen Wilden noch stundenlang weiter. Für die, die es ruhiger wollten, gab’s Kaffee und Kuchen im Gemeinschaftsraum Simon.

wk

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