Viele Maßnahmen für Barrierefreiheit sind geplant. An der Schnittstelle zwischen Förderzentrum Altenstadt zur Grundschule soll ein Aufzug gebaut werden.
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Viele Maßnahmen für Barrierefreiheit sind geplant. An der Schnittstelle zwischen Förderzentrum Altenstadt zur Grundschule soll ein Aufzug gebaut werden.

In Altenstadt

Fast eine Million Euro für das Förderzentrum

Das Sonderpädagogische Förderzentrum Altenstadt (SFZ) wird barrierefreier. Dafür gab der Kreisausschuss Weilheim-Schongau nun grünes Licht und stimmte der Finanzierung mehrerer Sanierungsmaßnahmen zu. Die Gemeinde Altenstadt wird damit auch finanziell entlastet.

Altenstadt – „Wir brauchen einen Aufzug in dem Gebäude“ betonte Landrätin Andrea Jochner-Weiß jüngst im Kreisausschuss und stieß dabei auf keinerlei Widerspruch. Denn ein Fahrstuhl sei notwendig, um in der Schule in Altenstadt mehr Barrierefreiheit zu schaffen. Außer dem Aufzug sollen auch weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit durchgeführt werden, wie zum Beispiel die Renovierung der Duschräume (wir berichteten).

Das ist jedoch nicht das einzige Projekt, was im Förderzentrum in Angriff genommen werden soll. Florian Steinbach, der Leiter der Kommunalen Bau- und Liegenschaftsverwaltung im Landratsamt, sagt: „Die Brandschutzmaßnahmen müssen verbessert werden. Ebenso müssen die Elektro- und Kommunikationsanlagen erneuert werden.“ Mit diesen Maßnahmen wolle man „nicht noch ein paar Jahre warten“, da das sonst eine Gefährdung für die Schüler und Schülerinnen darstellen könnte, so Steinbach.

Außenanlagen der Schule sollen neu gestaltet werden

Außerdem sollen auch die Außenanlagen der Schule neu gestaltet werden. Dort bestünde Nachholbedarf, wenn man etwa die Spielmöglichkeiten in Altenstadt mit anderen Förderschulen im Landkreis vergleiche. Außerdem erklärt Steinbach, dass auch neue Wege für mehr Barrierefreiheit im Außenbereich gebaut werden sollen. Diese zusätzlichen Maßnahmen seien der Grund, warum die Kostenschätzung von den ursprünglichen 651 000 Euro jetzt auf rund 990 000 Euro erhöht wurde.

Auch die Grundschule Altenstadt soll profitieren. Der geplante Aufzug solle an der Schnittstelle der beiden Gebäudeteile gebaut werden, so Steinbach. Damit wäre er für beide Schulen von Nutzen. Deshalb werden die Kosten für dieses Bauprojekt zwischen der Gemeinde Altenstadt und dem Landkreis Weilheim-Schongau aufgeteilt.

Förderzentrum soll zweiten Fluchtweg bekommen

Im Rahmen des Aufzugsbaus soll das Förderzentrum auch Zugang zu einem in der Grundschule liegenden Treppenhaus bekommen. Dieses Treppenhaus wird dann als zweiter Fluchtweg für das Förderzentrum dienen. Einen solchen Fluchtweg hätte der Landkreis sowieso bald finanzieren müssen. Deshalb werde der Landkreis einen größeren Anteil der Kosten für den Aufzugsbau übernehmen als ursprünglich geplant. Damit spare die Gemeinde Altenstadt rund 40 000 Euro, berichtet Steinbach.

Das Landratsamt rechnet mit einer staatlichen Förderung in Höhe von 340 000 Euro. Es würden also noch rund 650 000 Euro bleiben, für die der Landkreis und die Gemeinde Altenstadt aufkommen müssten. Davon werde der Landkreis 450 000 Euro übernehmen, während die Gemeinde Altenstadt für die restlichen 200 000 Euro verantwortlich sei. Der Kreisausschuss stimmte diesen Plänen ohne weitere Diskussion und einstimmig zu.

Es werden noch weitere Maßnahmen fällig - Planungen im kommenden Jahr

Während der Sitzung wies Steinbach außerdem darauf hin, dass in Zukunft auch weitere Maßnahmen an dem Gebäude fällig werden. Zum Beispiel seien die Klassenzimmer der Förderschule Altenstadt im Moment auf zwei Standorte, Hohenfurch und Altenstadt, verteilt. Ein genauer Plan zu der Zusammenführung aller Klassenräume liege noch nicht vor. Das Problem „können wir jetzt noch nicht lösen, aber eine Verteilung auf zwei Standorte ist auf Dauer nicht praktikabel“, so Steinbach. Deswegen solle das Thema auch im kommenden Jahr gleich noch einmal auf die Tagesordnung im Kreistag kommen.

Hannah Beck

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