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Freundschaft geht durch den Magen: Begegnungsfest in Böbing.

Fest der Begegnung in Böbing

Zusammenleben mit Gästen erleichtern

Böbing - Zum zweiten Mal hat der Böbinger Unterstützerkreis das „Multi-kulinarische Fest“ organisiert. „Dieses Fest der Begegnung dient der Integration“, sagt Böbings Bürgermeister Peter Erhard.

18 in Böbing untergebrachte Asylbewerber aus Syrien, Afghanistan, Nigeria und Eritrea und etliche Asylbewerber aus der Ammermühle sowie Dorfbewohner aus Böbing, Schönberg und Rottenbuch haben sich zum Fest der Begegnung eingefunden. Für das Buffet mit landesüblichen Speisen sorgten drei Flüchtlings-Familien, für deftige bayerische Kost die Helfer des Unterstützerkreises.

Volle Schüsseln und Töpfe, kunstvoll hergerichtet Platten mit allerlei Köstlichkeiten wie Kheer Bulaui, Poweleit und Stew mit Reis. Fleischpflanzerl, Gulasch und gegrillte Zucchini waren in den bayerischen Töpfen und Schüsseln. Die heimischen Gäste hatten die Qual der Wahl. Am besten von allem etwas, dachten etliche und packten ihren Teller voll bis an den Rand. Und das alles für fünf Euro. „Was nichts kostet, ist nichts wert“, meinte Peter Erhard. Wobei mit diesem geringen Betrag gerademal die Unkosten abgedeckt wurden.

Die Stimmung an den Tischen war prächtig. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Gruppe Roter Mohn, vier Musiker aus Eritrea, die in Peißenberg untergebracht sind. „Wir können die Welt nicht retten“, meinte Böbings Bürgermeister. „Aber wir können in unserem Wirkungskreis alles dafür tun, dass das Zusammenleben mit unseren Gästen gut funktioniert.“ In Böbing werden die Asylbewerber Gäste genannt.

Dieser Abend diene auch dazu, Vorurteile abzubauen. „Falls es überhaupt welche gibt“, betonte Erhard. „Es ist ein schönes Miteinander“, freut sich Helmut Rudolf nach einem Rundblick in der Aula. Der Sprecher des Unterstützerkreis hat zusammen mit seinen Helfern das Fest organisiert. Aus 25 Frauen und Männer besteht derzeit der Unterstützerkreis Böbing um Helmut Rudolf. Angeboten werden derzeit Deutschunterricht, und zwar 25 Stunden in der Woche, eine Fahrradwerkstatt, Fahrdienste, Hilfe bei Behördengängen und auch bei amtlichen Schreiben. Der Deutschunterricht wird auch für Asylbewerber in der Ammermühle angeboten

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