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Viel getanzt wurde beim Fest der Kulturen im Wellenfreibad.

Fest der Kulturen im Peitinger Wellenfreibad

Völkerverständigung geht durch den Magen

Peiting - Beim diesjährigen Fest der Kulturen im Wellenfreibad griffen die zahlreichen Besucher herzhaft am Buffet zu. Doch das war noch lang nicht alles. 

Die Zeichen standen günstig und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, als das Fest der Kulturen über die Bühne ging. Und obwohl oder weil der Helferkreis Asyl in den Wochen zuvor mehrmals angemahnt hatte, dass noch kulinarische Beiträge für das Buffet gesucht werden, war Essen in so reichlichen Mengen vorhanden, dass trotz höherer Besucherzahl als im Vorjahr sogar noch etwas übrig blieb, während in letzten Jahr das Essen binnen einer guten Stunde restlos ausverkauft war. „Planung ist den meisten Asylbewerbern fremd. Die machen natürlich immer gerne mit und kochen leckere Sachen, aber eben spontan. Da können sie nicht schon drei Wochen vorher sagen, was sie mitbringen“, lachte Gabi Sanktjohanser-Pfeffer. Das Fest bezeichnete sie, ebenso wie die anderen Organisatoren rund um Günther Krause, Erika Schönenborn, Vroni Speer und Alfred Jocher, als „vollen Erfolg“. Auch die Besucher des Freibads kamen in den Genuss internationalen Essens, was zum Teil zu witzigen Kleider-Begegnungen in der Essenswarteschlange führte wo sich Badeanzüge neben traditionelle lange Gewänder und Kopftücher reihten. Aber wenn es ums Essen oder Feiern geht, klappt die Völkerverständigung eben auch gut.

Bayern trifft Syrien auf dem Fest der Kulturen.

Begeistert applaudiert wurde der Trachtenjugend, die traditionelle Tänze zeigte. Zwar nicht in Tracht, aber ebenso traditionell war der Tanz, den die Flüchtlinge zeigten. Sogar Lieder wurden gesungen. Das mit dem gemeinsamen Tanzen erwies sich allerdings noch etwas schwierig, da die meisten Flüchtlinge aus Kulturkreisen stammen, bei denen ausschließlich die Männer tanzen. Dafür begeisterten die drei afrikanischen Trommler aus Weilheim umso mehr.

„Schön war es, dass alle Altersgruppen vom Baby bis zum Großvater beim Fest vertreten waren“, freute sich Besucherin Adelheid Schmid und lobte die harmonische Stimmung. „Insgesamt war es eine gute Geschichte, es hat den Leuten gut gefallen“, resümierte Günter Krause, der sich auch bei der Gemeinde für die unbürokratische Unterstützung bedankte.

Guten Appetit: Es gab für viele Leckereien.

Lob verdiente auch die Feuerwehr, die spontan mit einem Notstromaggregat für die Kochstellen und das Geschirrmobil einsprang, als kurzzeitig der Strom ausfiel. Das Miteinander, das beim Fest zu beobachten war, wünscht sich Krause auch für das Begegnungscafé, das jeden Dienstag und Mittwoch von 16 bis 18 Uhr geöffnet ist. Für eine echte Begegnung fehlen noch einheimische Besucher. „Schaut doch einfach einmal auf einen Café oder zum Tischtennis oder Kicker vorbei“, ermunterte er die Besucher. Dort kann auch die von Günter Straßer gespendete CD mit Peitinger Fotoimpressionen zum Vorzugspreis von drei Euro erworben werden.

Ursula Fröhlich

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