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Der Feuerlösch-Trainer zieht vor allem die Kinder an: Feuerwehrmann Markus Rieger zeigte den Kleinen, wie man die lodernden Flammen am effektivsten mit einem Feuerlöscher bekämpft.

Feuerwehr Hohenfurch

Leben retten und Flammen bekämpfen

Hohenfurch - Wiederbelebung, Rettungssprung und Flammen-Bekämpfung: Mit fesselnden Attraktionen lockte die Hohenfurcher Feuerwehr zahlreiche Besucher zum Tag der offenen Tür. 

Die Hohenfurcher Floriansjünger hatten mit dem Tag der offenen Türe genau ins Schwarze getroffen. Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde und den Nachbargemeinden gaben sich auf dem Hauptplatz ein Stelldichein, um sich bei den aufgebauten Stationen ein Bild über die Arbeit der Feuerwehr und die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst zu machen. Im Mittelpunkt stand, wie sollte es auch an diesem Tag anders sein, das neue Löschfahrzeug LF 20.

Wurde es am Vortag in einem feierlichen Akt gesegnet, wurde es an diesem Tag in allen Variationen vorgestellt. Gerätewart Manfred Losert wurde förmlich von den Gästen mit Fragen über die Leistungen des neuen Fahrzeuges bombardiert. Doch das eine ist die Theorie. Die Praxis zeigt eindrucksvoll, was in dem neuen LF 20 für eine Kraft steckt – bezogen auf Löschstrahl und Möglichkeiten, verschiedene Strahlrohre zur Brandbekämpfung einzusetzen.

Im Mittelpunkt des Geschehens stand das neue Löschfahrzeug

Daneben eine Station, die für die Brandbekämpfung mit Feuerlöschern eingerichtet ist. Dort gilt es, sehr wirklichkeitsnah mit dem Handlöscher effektiv zu löschen. Der Feuerlöschtrainer ist dazu ideal geeignet. „Man spürt die Hitze, man hat die Flammen vor sich und muss sich Stück für Stück vorarbeiten“, erklärt Feuerwehrmann Markus Rieger. Vor allem Kinder konnten so ungefährdet an diese Brandbekämpfung herangeführt werden.

Eine weitere Attraktion für die Gäste: Die große Drehleiter aus Schongau. An diesem Tag ein besonderes Schmankerl – Hohenfurch aus der Vogelperspektive betrachten. Voll ausgefahren erreicht der Drehleiter-Korb eine Höhe von 30 Metern. Für manche ein Härtetest der Magengrube. Die Drehleiter wurde aber auch für eine sehr eindrucksvolle Vorführung genutzt.

Wiederbelebung und Sprung von der Drehleiter

Ein absolutes Highlight war die Vorführung einer Sprungrettung.

Der neue Sprungretter, ein mit Druckluft aufgeblasener Würfel des neuen LF 20, wurde genau unter den Korb der Drehleiter positioniert. Der Rettungskorb der Drehleiter auf eine Höhe von sechs Metern ausgefahren. Ein „Dummy“, der eine Person mit einem Körpergewicht von 75 Kilogramm darstellt, wird im Korb auf Abwurfhöhe gebracht. Gruppenführer Dieter Kreuterer erklärt dabei den Ablauf dieses Rettungsverfahrens, wenn eine Person aus einem brennenden Haus in diesen Würfel springen muss, weil keine andere Möglichkeit der Rettung besteht.

In früheren Jahren wurde noch das sogenannte Rettungstuch verwendet, was aber bei vielen Rettern Verletzungen hervorrief. Der neue Würfel hat große Vorteile. So kann bei dem Hohenfurcher Modell Sp 16 aus bis zu 16 Metern gesprungen werden. Die Vorführung ist wahrlich ein Knaller. Der Dummy landet punktgenau in der Mitte des Würfels.

Daneben hat das BRK mit der Bereitschaft Schongau seine Zelte aufgeschlagen. Hier ist der Zulauf besonders groß, da die Sanitätsgruppe mit einem wahren „Schmankerl“ aufwartet. An zwei Puppen kann die Herz-Lungen Wiederbelebung geübt werden – unter fachkundigem Personal mit originalen Gerätschaften. Wie von Bereitschaftsleiter Alfred Schuster zu erfahren ist, sind zwei Defibrillatoren im Einsatz. Identisch und baugleich mit dem Gerät, das im Vorraum der Hohenfurcher Raiffeisenbank angebracht ist.

Eine sehr sinnvolle Aktion, an der auch Kinder für das Jugendrotkreuz begeistert werden sollen. „Hier habe ich die Scheu vor diesem Defi abgelegt und erkannt, dass Leben retten so einfach, aber auch schweißtreibend sein kann“, erklärt Besucherin Christine Schwelch nach einem „Einsatz".

Hans-Helmut Herold

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