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Feuerwehrauto fällt kleiner aus

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Schwabsoien - Seit Jahren plant die Gemeinde Schwabsoien die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für die Löschgruppe Schwabsoien. Jetzt ist raus, was für ein Fahrzeug es werden soll.

Eigentlich war geplant, erklärte Schwabsoiens Kommandant Norbert Schmid den anwesenden Gemeinderäten, in einer gemeinsamen Ausschreibung mit den Nachbarn aus Hohenfurch ein neues Feuerwehr-Fahrzeug zu kaufen. „Das wäre ein sogenanntes LF 20 gewesen“, führte Schmid aus. LF 20 steht für ein Löschfahrzeug mit in diesem Fall 2000 Liter-Wassertank. „Aber wir sind dann vor rund fünf Wochen abgesprungen.“

Der Grund ist einleuchtend: Das LF 20 sei einfach zu groß, zu schwer „und hat Beladung drin, die wir einfach nicht brauchen“. Etwa einen Sprungretter oder eine 14 Meter-Steckleiter. Diese Sachen haben die Schwabsoier schon - entweder in ihrem Mercedes- oder in dem uralten Magirus-Löschfahrzeug.

Aus diesem Grund, so Schmid weiter, sei man auf das etwas kleinere und leichtere LF 10 gekommen. „Wobei das LF 10 kein halbes LF 20 ist“, stellte der Kommandant klar. „Das war eine ganz klare wirtschaftliche Entscheidung - in Absprache mit der Kreisbrandinspektion. Es ist etwas kleiner und leichter und hat weniger Wasser an Bord, aber die Beladung ist ansonsten fast identisch.“ Der Lkw verfügt zudem über Allrad-Antrieb und ein halbautomatisches Getriebe.

Und der Preis? In den Haushalt eingestellt hat der Gemeinderat für diese wichtige Beschaffung 350 000 Euro. Andere Wehren in der Region haben in jüngster Zeit vergleichbare Fahrzeuge - bei unterschiedlicher Beladung und Inhalt - für zwischen 280 000 und über 300 000 Euro angeschafft. Der Kommandant rechnet vorsichtig mit rund 320 000 Euro. „Und es gibt 58 000 Euro Zuschuss“, ergänzte Schmid.

Und obwohl sich Schmid und viele seiner Kameraden in den vergangenen Wochen und Monate um fast nichts anderes als um ein mögliches neues Feuerwehr-Fahrzeug gekümmert haben, wird die Arbeit für sie nicht weniger. Denn der Schwabsoier Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass die Feuerwehrler sich jetzt Gedanken machen sollen über den genauen Inhalt und die Beladung des Fahrzeuges. Denn dann sollen sie selber die Ausschreibung entwickeln und rausschicken.

„Und dann sehen wir, was an Angeboten reinkommt und was letztendlich bestellt wird“, so Bürgermeister Siegfried Neumann.

Jochen Schröder

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