Lange Diskussion im Schwabsoier Gemeinderat

Gastank fürs Sachsenrieder Feuerwehrhaus: kaufen oder mieten?

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Schwabsoien - Kaufen oder mieten? Das war jetzt die alles entscheidende Frage im Schwabsoier Gemeinderat als es darum ging, sich für einen Gastank für das im Bau befindliche neue Feuerwehrhaus in Sachsenried zu entscheiden.

„Wir haben zwei Möglichkeiten, mieten oder kaufen“, sagte Schwabsoiens Bürgermeister Siegfried Neumann in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Um dann an Marc Bernhardt vom Burggener Architekturbüro Ullmann überzuleiten. Denn der hatte im Auftrag der Gemeinde Angebote für Gastanks eingeholt – 2700 bzw. 4800 Liter fassend und aufgeteilt auf Miete bzw. Kauf. „Was ist für uns vorteilhafter“, war im weiteren Verlauf der Sitzung dann die vorherrschende Frage.

„Beim Kauf ist es unser Gerät, wir haben einen einmaligen Anschaffungspreis, müssen aber auch alle zwei bzw. zehn Jahre die vorgeschriebenen Überprüfungen zahlen, können dann aber das Gas günstiger auf dem freien Markt einkaufen“, so Bautechniker Bernhardt. „Das Mieten ist in der Summe etwas günstiger, spare mir die Überprüfungskosten, bin aber an den Vermieter in Sachen Gaspreis gebunden.“

„Und der will doch schließlich etwas verdienen und wird den Gaspreis sicher teurer machen“, warf Rudi Kögel ein. „Ich habe eine Mietgasanlage und bin froh, dass der Vermieter sich um alles kümmert“, so der Kommentar von Herbert Wohlhaupter. „Allerdings ist der Gaspreis auch im Durchschnitt um rund 10 bis 15 Prozent teurer.

„Wir müssen bei der Miete auch zwei Sachen unterscheiden: Mit und ohne Anbieterbindung“, ergänzte Marc Bernhardt. Bei Anbieterbindung bräuchte sich der Mieter um nichts kümmern, Überprüfungen und Befüllungen übernehme der Vermieter, allerdings wäre man bei dem an den Gaspreis gebunden. „Ohne Anbieterbindung zahlen wir den Tank und alle anfallenden Kontrollen, können das Gas aber eigenständig einkaufen“, so Bernhardt weiter.

Daher entschied das Gremium: Wenn mieten, dann ohne Anbieterbindung. Blieb also die Frage, kaufen oder mieten? Der Gemeinderat votierte einstimmig zum Kauf der 4800 Liter-Anlage – zum Preis des günstigsten Angebots.

Welches das sei, darüber herrschte im Schwabsoier Gemeinderat dann aber kurzfristig Verwirrung, weil in den Angeboten unterschiedliche Bauleistungen enthalten waren. Außerdem ging es auch um die Frage, ob man sich für eine Auftriebssicherung des Gastanks gegen aufsteigendes Grundwasser entscheiden solle. „Denn wir hatten in der Baugrube schon einmal Wasser stehen“, wie Bautechniker Bernhardt erklärte. „Deswegen wäre eine Kernbohrung nötig, die in den Angeboten aber unterschiedlich gelistet ist“, warf Herbert Hefele ein.

Schlussendlich einigte sich der Schwabsoier Gemeinderat – nach berichtigter Auswertung der vorliegenden Angebote – auf den Kauf des Gastanks der Firma Lechgas zum einmaligen Preis von 4658 Euro.

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