Das alte Filserhaus am Marktplatz in Bernbeuren soll wieder nutzbar gemacht werden. Foto: mg

Filserhaus in Bernbeuren soll wieder nutzbar gemacht werden

Bernbeuren - Im leerstehenden alten Filserhaus am Marktplatz in Bernbeuren soll wieder Leben einkehren. Im Erdgeschoss sind ein Bürgertreff und ein Veranstaltungsraum vorgesehen. Die Umsetzung soll in ehrenamtlicher Leistung aus der Bürgerschaft erfolgen.

„Vor allen die Senioren und die Landjugend von Bernbeuren haben ein Interesse, dass das Filserhaus wieder nutzbar gemacht wird“, erklärte Bürgermeister Martin Hinterbrandner. Er verwies auf die Seniorenumfrage, bei der vor allem der Wunsch nach einem Seniorentreffpunkt geäußert wurde. Und von der Landjugend wurde angefragt, ob eine Nutzbarmachung im Erdgeschoss für einzelne Veranstaltugnen möglich sei. Im Rahmen ihrer jährlichen 72-Stunden-Aktion hat die Landjugend eine ehrenamtliche Mitarbeit beim Umbau bereits in Aussicht gestellt.

Eine Ortsbesichtigung hat laut Hinterbrandner ergeben, dass der Gastraum im Erdgeschoss rechts und das Gastzimmer im Erdgeschoss links grundsätzlich hergerichtet werden könnten. Der Arbeitsaufwand für Facharbeiten beschränkt sich im Wesentlichen auf den Anschluss an die Heizung im Keller mit zwei bis drei Heizkörpern. Weitere Arbeiten könnten in ehrenamtlicher Arbeit und teilweise mit Unterstützung der Gemeindearbeiter erfolgen.

„Zur Umsetzung bedarf es jedoch eines Projektleiters, der die notwendigen Maßnahmen feststellt und koordiniert“, kündigte der Bernbeurer Bürrgermeister an. Gedacht wurde hierbei zunächst an Willi Straif, doch der Maurermeister hat aufgrund seines Alters abgewunken.

Eines stellte Hinterbrandner von vorneherein klar: Mit den vorgesehenen Umbaumaßnahmen kann eine gewerbliche Bewirtung im Filserhaus nicht erreicht werden. Es seien lediglich einzelne Veranstaltungen und private Treffs mit Selbstbewirtung möglich.

Der Sozialausschuss hat bereits einstimmig empfohlen, die Maßnahme baulich umzusetzen und für den Betrieb (Schlüsselgewalt, Raumverantwortung, Reinigung etc.) Erkundigungen bei vergleichbaren Einrichtungen in anderen Orten einzuholen.

Auch im Gemeinderat Bernbeuren stieß das Vorhaben auf offene Ohren. Den Jugendfasching und ab und zu eine Jugenddisco könnte man im Filserhaus abhalten, deutete Kathrin Zillenbiehler an. Von zweitem Bürgermeister Markus Socher kam der Hinweis, dass auch die Bauhofmitarbeiter einen Raum bräuchten, wo sie sich umziehen könnten. Auch das sollte man beim Filserhaus im Auge behalten.

Bei der Diskussion im Gemeinderat wurden aber auch einige Bedenken laut. Er könnte sich nicht vorstellen, dass die Senioren in den linken Gastraum - mehr oder weniger ein düsteres Loch - reingehen, glaubt Jürgen Zillenbiehler. Dazu Bürgermeister Hinterbrandner: „Wir sollten uns das offen lassen. Die Senioren könnten ja auch rechts reingehen, wo die Landjugend vorgesehen ist“.

Was sagt der Seniorenbeauftragte Hans Echtler dazu? Sein Vorschlag: Man sollte die Räumlichkeiten zuerst einmal anschauen. Keinesfalls dürfe man die alten Leute „in den Keller schicken“. Echtler schlug vor, zunächt einmal eine Seniorenbürgerversammlung einzuberufen, um abzuklären, wer zur Mitarbeit beim Umbau des Filserhauses bereit sei.

Wichtig ist auch die Frage, welche Kosten auf die Gemeinde zukommen. „Was wollen wir noch reinstecken? 20 000 Euro sind da gleich weg“, so Gemeindrat Heribert Streif. „Wir sollten das Ganze zuerst anschauen und erst dann weiterreden“, empfahl Alois Suiter.

In den geplanten Maßnahmen sieht Bürgermeister Hinterbrandner auch eine Gelegenheit, „dass endlich auch mal positiv über das Filserhaus geredet wird.“

mg

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