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Der soziale U-förmige Bau beim roten Kreuz soll 60 Personen beherbergen.

Marktgemeinderat Peiting

Föhrenstraße: Sozialbau für 60 Flüchtlinge

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Peiting – Der soziale Wohnungsbau am Eisstadion-Parkplatz in Peiting nimmt Formen an. Was geplant ist, wurde in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats vorgestellt. Doch reichen die Wohnungen überhaupt aus?

In der vorletzten Sitzung waren die Sozialwohnungen an der Föhrenstraße schon Thema. Tenor: Um den Frieden im Ort zu wahren, wurden die Wohneinheiten reduziert. Bei der Vorstellung des Konzepts am Dienstagabend im Sparkassensaal jedoch zeichnete sich ab: Eigentlich braucht es viel mehr Platz, um alle, die es nötig haben, unterzubringen. Denn laut einer neuen Regelung dürfen ab sofort die Familien von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen ohne Nachweis einer Bleibe nachkommen. „Das heißt, dass sich die Gemeinde kümmern muss, dass alle unterkommen“, so Bürgermeister Michael Asam. Bei derzeit rund 30 Jugendlichen im Ort sei das „eine absolute Katastrophe“. Denn „wir haben keine freien Wohnungen und müssen auch Peitinger unterbringen“. Eine erste Familie komme bereits, die in eine Notunterkunft einquartiert wird.

Gemeinderat Alfred Jocher, der auch im Asylhelferkreis aktiv ist betonte, dass eigentlich 19 Wohnungen benötigt würden. Immerhin soll Herzogsägmühle für den sozialen Wohnungsbau geöffnet werden, angedacht sind dort 60 Wohnungen und in Peiting sollen 2018 weitere 50 entstehen. Auch sei man mit der Kirche in Verhandlung (Grundstück an der Erlachstraße). Man habe also vorgesorgt, antwortete Asam. „Und ich hoffe, dass sie uns jetzt nicht mit Asylbewerbern überschütten.“

So soll das Gebäude aussehen

Das Gebäude neben der Eishalle soll in U-Form errichtet werden. Die Erschließung erfolgt über die Nordseite, in den beiden Flügelbauten werden die Wohnungen untergebracht. Elf Einheiten sollen es sein, für insgesamt 60 Personen. Auch auf Barrierefreiheit wird geachtet. Im Verbindungsbau im Obergeschoss sind Technik und Gemeinschaftsräume vorgesehen. Ein Satteldach mit leichter Neigung ist geplant, die Fassade soll mit Holz verkleidet werden – wie genau ist aber abhängig vom Preis. Eine Laufzeit von zehn Jahren sei gesichert, in der Realität soll das Haus aber 20 bis 30 Jahre halten. Norbert Merk regte an, das Gebäude an die Nahwärmeversorgung in der Eishalle anzuschließen, die bereits einigen Gemeindebestand mit Wärme versorgt. Dass sich die Flüchtlingsproblematik nicht so schnell auflösen werde, gab Jocher zu Bedenken. Wir haben noch viel Bedarf. Das wird auch in 20 Jahren nicht abreißen“, mahnte er.

Räte sind sich einig

Auch die Parksituation vor Ort machte einigen Räten Sorge. Darum soll vielleicht ein zusätzliches Grundstück zur Verfügung gestellt werden, um genügend Stellplätze nachzuweisen.

Einstimmig wurden die Pläne an der Föhrenstraße vom Gremium abgesegnet. „Ich hoffe, dass sich das Projekt schnell umsetzen lässt“, sagte Bürgermeister Asam.

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