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112 Fohlen bei Deutschlands größtem Kaltblut-Fohlenmarkt in Rottenbuch

Rottenbuch - Tausende Besucher strömten gestern nach Rottenbuch zum größten Kaltblut-Fohlenmarkt Deutschlands.

Tausende Besucher strömten gestern nach Rottenbuch zum größten Kaltblut-Fohlenmarkt Deutschlands. Der Zuchtverband Oberbayern, der Trachtenverein und die Musikkapelle Rottenbuch luden wie jedes Jahr auf die große Festwiese mitten im Ort ein. Und so manches Fohlen fand bei traumhaftem Wetter und bester Stimmung ein neues Zuhause.

„An Pferden kann man einfach eine riesen Freude haben“, findet Florian Schelle, Vorsitzender des Pferdezuchtverbands Oberbayern. „Und ich denk’, dass sieht man auch an den vielen Besuchern heute, die mein Interesse teilen.“ Mehr als 6000 Schaulustige, Züchter, Verkäufer und Käufer waren am gestrigen Freitag in den südlichen Pfaffenwinkel gekommen, um am Großereignis teilzunehmen.

Und immerhin 98 von 112 angemeldeten Fohlen waren aus ganz Südbayern angereist, um einen neuen Besitzer zu bekommen. Den ganzen Vormittag lang präsentierten die stolzen „Noch-Besitzer“ die jungen Pferde zusammen mit ihren Mutterstuten nacheinander im Ring. Während Stute und Nachwuchs ihre Kreise auf der Wiese drehten, bewerteten die drei Jurymitglieder inmitten des Rings jedes Fohlen einzeln. „Wir legen Wert auf den Pflegezustand, die Bewegungsformen Schritt und Trab und einfach auf einen guten Gesamteindruck“, erzählt Schelle, Kopf der Jury.

Die jungen Pferde werden dann in drei Klassen aufgeteilt: Rosetten-Fohlen sind am wertvollsten, dann Wertklasse I und II. „Der Stammbaum des Fohlens spielt bei der Einstufung aber nur bedingt eine Rolle“, sagt Schelle. Das sieht Käufer Leonhard Portenlänger aus Hofolding allerdings anders: „Ich schau als erstes auf die Vaterlinie, wenn ich ein Fohlen ins Auge fasse.“ Portenlänger ist knapp 100 Kilometer weit gefahren, um seinem zwölfjährigen Enkel Maxi ein Fohlen zu ersteigern. Ein braunes Stutfohlen soll es sein.

Nach freundlichen Grußworten von Rottenbuchs Bürgermeister Andreas Keller, der stellvertretenden Landrätin Andrea Jochner-Weiss und Florian Schelle vom Zuchtverband Oberbayern, ging’s gegen Mittag auch schon los mit der Versteigerung. „Zum ersten, zum Zweiten und zum Dritten!“, schallte es aus der Kehle vom Auktionator Michael Walser.

Und mittendrin Klement Kölbl aus Forst. Er bot gleich zwei Fohlen aus seiner Pferdezucht an. „Der Rottenbucher Fohlenmarkt ist bald der aufregendste Tag für mich“, erzählt Kölbl. Seine beiden Stuten lässt er jedes Jahr pünktlich zum Fohlenmarkt decken. Und in diesem Jahr hat es sich richtig gelohnt. Für 2200 Euro ist eines seiner Fohlen als teuerstes Stutfohlen versteigert worden. Höher wurden allerdings die Hengstfohlen gehandelt. Das teuerste war ein junger Rappe, der für 5000 Euro verkauft wurde.

Nicht so zufrieden mit dem ersteigerten Preis ist Franz Reßle junior aus Schongau. Für sein dunkelbraunes Hengstfohlen „Richie“ hat ihm der neue Besitzer nur 560 Euro zahlen müssen. „Ich hab’ mir schon mehr erwartet, aber die Marktlage ist gerade nicht so toll. Das Angebot ist einfach zu groß“, erzählt Reßle enttäuscht. Fuchsfohlen „Pamina“ vom Rottenbucher Pferdehalter Tobias Erhard dagegen wurde für immerhin 780 Euro versteigert.

Carolin Nuscheler

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