Eine 83-jährige Frau ist am Dienstag beim Baden im Dienhausener Weiher gestorben.

Notarzt reanimiert erfolglos

Frau stirbt beim Baden im Dienhauser Weiher

Schwabsoien - Im Dienhauser Weiher ist am Montag eine Frau ertrunken. Für die 83-jährige Frau aus Schwabsoien kam jede Hilfe zu spät.

Tragischer Badeunfall am Dienhauser Weiher: Eine 83-jährige Frau aus Schwabsoien ist am Montagnachmittag gegen 15 Uhr beim Baden am Dienhauser Weiher ums Leben gekomen. Nachdem andere Badegäste die Frau bewusstlos im Wasser hatten treiben sehen, verständigten sie sofort den Notarzt. Auch die Helfer vor Ort (HvO) waren im Einsatz. Der Arzt konnte jedoch nur noch den Tod feststellen, nachdem Reanimierungsversuche ergebnislos geblieben waren. Als Todesursache wurde Herzversagen diagnostiziert.

Denklingens Bürgermeisterin Viktoria Horber zeigte sich bestürzt über die Mitteilung, zumal sie selbst früher oft am Dienhauser Weiher gebadet hatte. „Das ist inzwischen aber weniger geworden, weil ich mit den Enkeln, die noch sehr klein sind, eher ins Hallenbad gehe“, meinte sie.

Indes: Auch der Weldener Weiher bei Fuchstal, der Engelsrieder See bei Rott oder der Bannwaldsee bei Buching im Allgäu seien bevorzugte Badeziele von ihr. An einen tödlichen Badeunfall im Raum Landsberg im Laufe der letzten Jahrzehnte kann sie sich nicht erinnern. „Da sind wir gottseidank bislang verschont geblieben.“

Auch dem langjährigen Leiter der Schongauer Wasserwacht, Magnus Magg, ist ein tödlicher Badeunfall im Schongauer Raum nicht bekannt. Im vergangenen Jahr hatten wir einen Kanuunfall mit tödlichem Ausgang an der Ammer bei Rottenbuch und einen ähnlich gelagerten Fall auch schon einige Jahre zuvor“, erinnert er sich. Ansonsten habe man in der Region Schongau in dieser Hinsicht aber großes Glück gehabt.

Mit einer Ausnahme, wie Plantsch-Geschäftsführer Andreas Kosian weiß. „Wir hatten 2008 den tragischen Unfall mit dem türkischen Buben Enes. Ansonsten ist auch bei uns in den vergangenen Jahrzehnten gottlob nichts passiert.“ Wobei er Wert auf die Feststellung legt, „dass jeder Fall für sich ein Drama und entsprechend schlimm ist“.

Polizei und Wasserwacht geben im Zusammenhang mit dem jüngsten Todesfall Tipps - speziell auch für ältere Menschen. Gerade bei Temperaturen wie den jetzigen langsam ins Wasser gehen, zunächst nur mit den Füßen und sich dann langsam vortasten. Und danach empfehle es sich, möglichst im Uferbereich zu schwimmen, wo man noch stehen kann.

Dazu ein Polizeibeamter: „Ein Herzinfarkt kommt ja nicht völlig unvorbereitet, sondern er kündigt sich in vielen Fällen vorher an – beispielsweise durch Ziehen im Arm.

Stephan Penning

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