Wagner-Deal offenbar fix: FC Bayern holt Stürmer aus Hoffenheim

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Eine Ära geht zu Ende: 1973 hat der inzwischen verstorbene Georg Brey den Freestyl Club Peiting gegründet und mit einigen Freunden nach und nach das Wasserschanzen-Imperium am Baggersee in der Kiesgrube von Stich & Schäller aufgebaut. Inzwischen ist die Anzahl der aktiven Mitglieder stark geschrumpft, der Verein wird in absehbarer Zeit aufgelöst.

freestyle club peiting

Schanzen-Abriss und Vereinsauflösung

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Peiting - Selbst Olympiateilnehmer haben schon in der Peitinger Kiesgrube trainiert. Doch damit ist nun Schluss. Der Freestyle Club steht vor der Auflösung, die Wasserschanzen am Baggersee werden abgerissen.

Zu Hochzeiten hatten die Peitinger Freestyler 100 Mitglieder. Wettkämpfe mit spektakulären Showeinlagen lockten massenweise Fans und Athleten in die Kiesgrube von Stich & Schäller. Flugeinlage mit Probellermaschine, Feuerwerk und Fackelsprünge – das waren noch Zeiten. Zwischen den Events nutzten immer wieder Profis des Deutschen Skiverbands (DSV) die Anlage am Baggersee. Waghalsige Sprünge in Badehose waren für die Spezialisten die optimale Vorbereitung auf den Winter.

Das alles ist jetzt Geschichte. Der Freestyle Club Peiting steht nämlich vor der Auflösung. Und damit müssen auch die Wasserschanzen weichen. Das haben die Grundstückseigentümer (Familie Stich) mit dem inzwischen verstorbenen Vater der Anlage, Georg Brey, vor etlichen Jahren so vereinbart. Und auch seit Jahren geplant.

Der Abriss der Schanzen kostet auch Geld

Der Schanzen-Abriss, der bereits seit Donnerstag von einer Baufirma vorgenommen wird, kostet schließlich Geld, das der Verein über Jahre hinweg angespart hatte. Laut Sabine Jörg, Tochter von Georg Brey, habe sich die Auflösung des Vereins schon zu „Vaters Lebzeiten“ abgezeichnet. Der Hauptgrund: Die Mitgliederzahl ist seit Jahren zurückgegangen. Außerdem gibt es niemanden, der die Anlage und das ganze drumherum so sehr hegt und pflegt, wie es der Brey Schorsch sein ganzes Leben lang getan hatte.

Mit dem Club-Aus verbunden ist der Abriss der insgesamt drei Wasserschanzen, die bis vergangenes Jahr auch von professionellen Freestylern zum Trainieren genutzt wurden.

1973 gründete Georg Brey mit Bruder, Freunden und einigen weiteren Gleichgesinnten den Freestyle Club Peiting. Angefangen mit der kleinen Wasserschanze, bauten die Sportler nach und nach ein kleines Wassersport-Imperium auf. Das weckte Interesse bei absoluten Top-Athleten. Aber auch Nicht-Freestyler nutzten die Gelegenheit, dort unten ihre Grenzen auszutesten. Abfahrer Stephan Keppler beispielsweise stürzte sich hinunter, Slalom- und Riesenslalom-Star Felix Neureuther traute sich dagegen nicht.

Speziell die jüngste Schanze, die grüne, kostete enorme Überwindungskraft. Die Anfahrt: Extrem steil. Die Absprungrampe: Fast senkrecht noch oben. Der Luftstand: Mehr als 15 Meter über der Wasseroberfläche. Vereinsvorsitzender Markus Brennauer und Marco Müller, zwei Peitinger Hobby-Freestyler, gehörten bis zuletzt zu den Wenigen, die diese Groß-Schanze unzählige Male mit alten Skiern gesprungen sind. Sie waren auch diejenigen, die sich gemeinsam mit Marcos Vater bis zuletzt um die Anlage kümmerten.

Steile Abfahrt, senkrechte Absprungrampe

Doch einer Grundstückseigentümer hat nun andere Pläne und den Freestylern klar gemacht, dass ihre Zeit nun vorbei ist, das Imperium abgerissen wird. Dazu gehört übrigens auch das nahezu geniale und im Boden integrierte Trampolin neben der urigen Hütte. Auf dem wurden die Salti und Schrauben vor dem eigentlichen Sprung über die Wasserschanzen fleißig geübt.

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