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Feuen sich: über die Biotopvernetzung (v.l.) Richard Baur, Claire Tranter, Hans-Peter Schöler und Mathias Fischer.

Biotopvernetzung

Freie Bahn für Seeforelle im Grambacher Wald

Böbing - Ein weiterer großer Schritt in Richtung Biotopvernetzung im Bereich der Ammer wurde am Seebach im Grambacher Wald vollendet.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Oberammergau der Bayerischen Staatsforsten, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), Wasserwirtschaftsamt Weilheim und im Rahmen des Hotspot-Projekts „Alpenflusslandschaften Ammer“ vom WWF in Weilheim umgesetzt.

Mit dem Umbau der Brückensohle des Seebaches wurde innerhalb von 14 Tagen die Fischdurchgängigkeit wiederhergestellt. Ziel war die Vernetzung von heimischen Fischarten, insbesondere der Seeforelle, denen der Landesfischerei-Verband in der Ammer und in den Kleingewässern, die in den Alpenfluss münden, das Laichen wieder ermöglichen will. Zudem sind die Seitenarme der Ammer bei Hochwasser ein wichtiger Rückzugsraum der Fische.

Der Seebach fließt im Grambacherwald in den Kohlbach und weiter in die Ayach die dann in die Ammer mündet. „Der Durchlass und der Übergang an der Brücke mit einer Furt wurde mit Steinen fest eingebettet, um dem Hochwasser standzuhalten“, erklärte Bauleiter Hans-Peter Schöler, Böbinger Revierleiter der Bayerischen Staatsforsten.

Seitdem sich der WWF ab 2010 für die Renaturierung der Ammer mit seinen Ufern in den letzten Jahren stark eingesetzt hat, wurden bisher sechs Projekte in dieser Naturlandschaft vollendet. An den Gesamtkosten am Seebach von 42 000 Euro beteiligte sich mit dem größten Anteil von 20 000 Euro der WWF. Zudem gab es einen Zuschuss von 12 000 Euro von den Bayerischen Staatsforsten. Die restliche Summe über 10 000 Euro übernahm im Rahmen des Förderprogramms „Besondere Gemeinwohlleistungen im Staatswald“ das AELF. „Die Maßnahme setzt die Biotopvernetzung fort, die im Jahr 2010 am Kohlgraben, einem weiteren Seitenbach der Ammer, in ähnlicher Form umgesetzt wurde“, erläuterte Richard Baur, stellvertretender Forstbetriebsleiter aus Oberammergau abschließend auf Nachfrage.

Als weiteres größeres Projekt, dessen Planung bereits angelaufen ist, so Mathias Fischer vom WWF-Büro in Weilheim, möchte man die Flussauen an der Böbinger Schnalz vom Kalkofensteg bis Schnalzhaus der Natur zurückgeben.

ws

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