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Hochmotiviert: die Vertreter von IHK, Sparkasse, Kreishandwerkerschaft, Hochland Deutschland und Arbeitsagentur sowie Justina Eibl vom Landratsamt Weilheim-Schongau (unten, 2.v.l.) mit Landrätin Andrea Jochner-Weiß (vorn, rechts).

Im Frühjahr 2017

Erstmals Ausbildungs-Messe in Schongau

Schongau - Das Jahr ist noch nicht zu Ende, da werden schon eifrig Pläne für nächstes Jahr geschmiedet – der Landkreis hat in Sachen Ausbildung viel vor fürs Frühjahr 2017. Zu den Maßnahmen gehört erstmals auch eine eigene Ausbildungs-Messe in Schongau.

Was den Fachkräftemangel angeht, sieht es laut Andrea Jochner-Weiß nach wie vor nicht rosig aus. Und der demografische Wandel werde die Lage vermutlich verschlechtern. Die Landrätin hatte sich mit Vertretern der Industrie- und Handelskammer (IHK), des Arbeitskreises (AK) Schule-Wirtschaft, der Kreishandwerkerschaft Oberland, der Agentur für Arbeit und der Hochland Deutschland GmbH sowie mit Hans Rehbehn, Pressesprecher des Landratsamts, und Justina Eibl, Leiterin der Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung, zu einem Pressegespräch zusammengefunden.

Das Thema Ausbildung habe im Landkreis einen hohen Stellenwert, die Betriebe suchten händeringend Auszubildende, so Jochner-Weiß. Mit Messen wolle man eine Schnittstelle zwischen Schülern und Unternehmen bilden. In Weilheim findet eine solche Messe bereits einmal im Jahr statt, erstmals soll es jetzt auch im Altlandkreis Schongau eine solche geben. In Weilheim läuft die Messe unter dem Namen „Jobmesse: Mein Job – Meine Zukunft“ und in Schongau unter dem Namen „Ausbildungsmesse Schongau“.

Die Anwesenden begrüßten das Vorhaben: „Im Altlandkreis ist das Thema bisher stiefmütterlich behandelt worden“, sagte Helmut Pößniker von der Firma Hochland aus Schongau. Und Roland Streim von der Kreishandwerkerschaft Oberland meinte: „Es wird höchste Zeit, dass auch in Schongau was passiert.“ Er betonte: „Ich würde mir wünschen, dass auch viele Eltern mit dabei sind.“ Denn sie seien bei der Berufswahl der Kinder oft eine treibende Kraft. Jedoch müsse man sich vom „Akademisierungswahn“ entfernen. Die Messe sei eine wunderbare Plattform, um sich über gute Alternativen zum Studieren zu informieren.

Anders als bisher soll allen – auch kleineren – Betrieben die Möglichkeit gegeben werden, sich auf den beiden Messen zu präsentieren. „Bisher hatten neue Firmen keine Chance, es waren immer dieselben vertreten“, sagte Eibl. Bei dem Treffen erklärten die Vertreter, inwiefern ihr Unternehmen beim Thema Ausbildung anpackt. Jens Wucherpfennig von der IHK etwa sprach über die Ausbildungs-Checks an Berufsschulen, die IHK-Ausbildungs-Scouts, die Image-Kampagne Elternstolz sowie das Haus der Kleinen Forscher (siehe Kasten).

Robert Christian Mayer von den Vereinigten Sparkassen Weilheim und vom AK Schule-Wirtschaft erläuterte ein neues Projekt: eine Hochschulmesse für Gymnasiasten, FOS- und BOS-Schüler aus dem Landkreis und umliegenden Regionen. „Es braucht in unserer Gegend schließlich auch Juristen, Ärzte, Journalisten und so weiter“, sagte er. In Bayern gebe es 30 Hochschulen, von denen bereits elf zugesagt hätten, auf der Messe über Studiengänge zu informieren, darunter die Fachhochschule Augsburg und die TU München. Für Besucher der Messe soll es unter anderem Vorträge über Bafög und Auslandsstudium geben.

Informationen zu den Messen

Die Jobmesse in Weilheim findet am Donnerstag, 16. März 2017, von 13.30 bis 17.30 Uhr in der Stadthalle, die Ausbildungsmesse in Schongau am Mittwoch, 26. April 2017, von 14 bis 18 Uhr in der Lechsporthalle statt. Das Anmeldeformular steht auf www.weilheim-schongau.de/wirtschaft. Das Hochschulforum ist für 10. Februar 2017 geplant.

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