Für die Kinderkrippe wurden in den Ferien zwei Räume in Peiting umgebaut und können nun genutzt werden.
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Für die Kinderkrippe wurden in den Ferien zwei Räume in Peiting umgebaut und können nun genutzt werden.

Trotz vieler Anmeldungen

Für alle Kitakinder in Peiting Platz geschaffen

  • Elke Robert
    VonElke Robert
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Die Ferien sind in Peiting gut genutzt worden: Zwei Klassenzimmer der Alfons-Peter-Grundschule wurden als Krippenräume umgebaut, ein Bewegungsraum im Therese-Peter-Kinderhaus als Kindergartengruppe. Dass die Nachfrage derart steigen würde, sei nicht vorhersehbar gewesen, aber alle Kitakinder haben einen Platz, sagt die Gemeinde.

Peiting – Zu wenig Kindergartenplätze, zu wenig Personal – es gibt kaum einen Ort, der nicht solche Probleme hat. Auch in Peiting gab es heuer schon besorgniserregende Nachrichten „Ein Plan B muss her: Peiting fehlen trotz Anbau Krippenplätze“, titelten die Schongauer Nachrichten im Januar.

Seither hat sich viel getan, Personal wurde eingestellt, Projekte wie der Kindergartenneubau an der Jägerstraße, der ab Herbst 2022 viele Sorgen lösen wird, sind auf den Weg gebracht. Doch wie sieht es mit dem neuen, aktuellen Kindergartenjahr 2021/2022 aus?

Dass der Bedarf so rasant ansteigen würde, war nicht absehbar

Auch wenn nicht alle Zeitpläne ganz aufgegangen sind: In Peiting habe man alle Herausforderungen bewältigen und die Nachfrage nach Plätzen bedienen können, erklärt es Rathauschef Peter Ostenrieder.

Eine einfache Aufgabe war dies sicherlich nicht: Zwar habe sich seit Jahren abgezeichnet, dass deutlich mehr Kinder in den Kinderkrippen angemeldet werden, als angenommen – daher auch der Anbau der vierten Krippengruppe im Therese-Peter-Haus für Kinder. „Dass dieser Bedarf aber so rasant ansteigt, war nicht wirklich voraussehbar und wurde vermutlich auch durch das Krippengeld, das seit Januar 2020 vom Freistaat Bayern an Eltern zur Unterstützung bezahlt wird, zusätzlich befeuert“, so die Einschätzung des Bürgermeisters.

Zwei Klassenzimmer umgebaut in der Alfons-Peter-Grundschule

Für das neue Kindergartenjahr wurden nun während der Ferien zwei Klassenzimmer der Alfons-Peter-Grundschule umgebaut – mit separatem Eingang und komplett abgetrennt vom regulären Schulbetrieb. „Diese Situation hatten wir schon einmal in 2012, bevor das Krippengebäude gebaut wurde“, erinnert sich Ostenrieder. Und hat Zahlen parat: Insgesamt wird der Markt Peiting in seiner Krippe knapp 60 Kinder betreuen, von denen 17 erst zum 1. Oktober angemeldet sind. Die Klassenzimmer waren bisher für die Offene Ganztagsschule an der Alfons-Peter-Grundschule genutzt worden. Diese Offene Ganztagsschule erhält aber für das neue Schuljahr ein neues Gebäude, das voraussichtlich Ende September bezogen werden kann.

Der Bau hätte zwar bereits Anfang September fertig werden sollen, aber es kam zu Lieferengpässen. Nachdem die Ganztagsschule nicht gleich am ersten Schultag startet, sondern leicht verzögert, sei dies immer noch „eine Punktlandung“, so Ostenrieder. Ein Termin für die Segnung des neuen Gebäudes ist für Dienstag, 28. September, geplant.

Ein Bewegungsraum im Therese-Peter-Haus umfunktioniert

Auch bei den Über-Dreijährigen, die den Kindergarten besuchen wollen, gab es in diesem Jahr „eine massive Steigerung. Auch in Peiting sind es etlichen Kinder, die schon die Schule besuchen könnten, aber noch ein Jahr im Kindergarten bleiben, sogenannte Korridor-Kinder. „Insbesondere durch die Situation mit Wechselunterricht oder Homeschooling haben sich hier doch viele Eltern dazu entschieden, dann lieber auf diese Möglichkeit zurückzugreifen“, schätzt Ostenrieder.

Rein rechnerisch habe sich eine Mehrung von über einer ganzen Kindergartengruppe ergeben. In der Marktgemeinde hat man eine rasche Lösung gesucht und gefunden: Ebenfalls während der Ferien wurde nun ein Bewegungsraum im Therese-Peter-Haus für Kinder als zusätzliche Kindergartengruppe umgebaut und kann nun entsprechend genutzt werden.

Acht zusätzliche Stellen für Erzieherinnen hatte der Markt Peiting im Juni ausgeschrieben, um dem erhöhten Platzbedarf im Bereich Kindergarten und Kinderkrippe gerecht werden zu können. „Wir haben einen Haken machen können, konnten glücklicherweise alle Stellen besetzen“, so Ostenrieder.

Alle Stellen besetzt - eine ist aber kurzfristig wieder frei geworden

Außerdem wurde eine zusätzliche Stelle für die Hauswirtschaft im Therese-Peter-Haus für Kinder geschaffen und sei ebenfalls besetzt worden. „Das ist durchaus momentan nicht ganz leicht, so viele Kinderbetreuungsstellen zu besetzen, deshalb sind wir hierüber sehr froh“, fasst es der Rathauschef zusammen, wobei er verrät, dass man spontan durchaus noch eine weitere Erzieherin oder einen Erzieher brauchen könnte – eine Stelle ist wegen Umzugs freigeworden.

In den gemeindlichen Kindergärten und -krippen (Rathauskindergarten, Therese-Peter-Haus für Kinder, Birkland) werden im neuen Jahr nun insgesamt 204 Kinder betreut, von den freien Trägern der Kindertagesstätten (Caritas, Kinderhilfe) werden in den Einrichtungen am Gumpen, im Forsthaus, im Kinderhaus Untereggstraße, im St.-Michael-Kindergarten und im Kindergarten am Weiherhäusl insgesamt 246 Kinder betreut. Hinzu kommen noch 28 Schulkinder in Horten. Zusammengerechnet besuchen also nach dem aktuellen Stand ab dem neuen Jahr 2021/2022 insgesamt 478 Kinder die Peitinger Kinderkrippen, Kindergärten und Kinderhorte.

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