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Drehten die musikalische Härtegrade höher: Die Höllenbriada aus dem Ostallgäu spielten satten Hard-Rock.

Local Heroes im Schäferwirt

Lokale Bands mit heftigeren Härtegraden

Schwabbruck - Local Heroes, das sind die Helden der Nachbarschaft. Ihre heroische Tat? Sie stehen auf der Bühne und machen Musik. Immer wieder bietet der Schwabbrucker Schäferwirt Musikbands aus der Nachbarschaft eine Bühne, diesmal buhlten die Red Stixx und Höllenbriada um die Gunst des Publikums.

Leidenschaft und Engagement, das ist es, was den Schäferwirt-Wirt Stephan Kögl begeistert. Weshalb der Juniorwirt den Local Heroes nur zu gerne eine Bühne bietet, wo diese ihre Leidenschaft, sei es Rock, Punk oder Rockabilly, präsentieren können. Und wenn man dann den Frontmann einer der Gruppen kennt, oder umgekehrt, dann hat man die halbe Besetzung für den Abend schon zusammen.

So also kam es, dass, ein wenig mit dem Schwung des vergangenen Mals, als der Schäferwirt „proppenvoll“ war, wie Kögl erzählt, sich auch diesmal zwei Gruppen fanden, die ihr Können zeigten. Und auch wenn es anfänglich so aussah, als wären die Gäste diesmal nicht so überzeugt, im Laufe des Abends zeigte sich, dass auch die Höllenbrüder und die Roten Stöcke ihr Publikum fanden.

Die Red Stixx machten den Auftakt, eine Rock´n´Roll- und Rockabilly-Band aus dem Oberland, die in der klassischen Instrumentierung mit Gitarre, Bass und Schlagzeug unterwegs ist. Und mit ihnen ging es auf eine Tour durch die USA, nicht nur, aber auch durch die Südstaaten, wo die Vorbilder der Red Stixx leben und spielen. So erklangen Hits wie Fats Dominos „I’m walking“ oder vom King himself, natürlich in oberländischer Interpretation.

Dass es auch in Europa Vorbilder für die Red Stixx gibt, bewies das Trio mit Hits von den Beatles: „I saw her standing there“ vom gleichnamigen Album etwa. Oder von der irischen Neo-Rockabilly-Ikone Imelda May und der Hillbilly Moon Explosion- einem eidgenössichen Rockabilly-Export.

„Wieda so a scheena doag“, das meinten im Anschluss die Höllenbriada. Die Hard-Rock-Band aus dem Ostallgäu machte da weiter, wo die Red Stixx aufgehört hatten und heizte dem Publikum ordentlich ein – mit bairischem Mundartrock, wenn man das so nennen darf. Ob das Quartett von den schwarzen Fingern und der bleichen Hand singt, davon, alles verloren zu haben, oder in Anlehnung an die Lokalpolitik alle Verantwortung weit von sich weist: „Woas, I?Na!“, es sind alles selbstgeschriebene Stücke, mit denen die vier die Härtegrade ein bisschen hochdrehten.

Nicht unangenehm, aber doch härter eben. Wie heißt es bei den Vieren auf der Homepage: „Der Wunsch nach erdiger Rockmusik ist zu groß.“ Nun, den Wunsch erfüllten die Vier sich und dem Publikum, das den Anspruch sehr wohl zu schätzen wusste und nicht nur ordentlich die Haare fliegen ließ beim Abrocken, sondern die Band auch entsprechend zu grüßen wusste.

Quais als Weihnachtsgeschenk kann man die vier übrigens einen Tag vor Heiligabend im Kaufbeurer Juze erleben. Und der nächste Termin für die Local Heroes kommt auch bestimmt, denn wie meinte Stephan Kögl: „Es gibt diesen Abend für die Amateure auch in Zukunft.“

Oliver Sommer

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