Gaudi-Zirkus und Maibaum-Graus beim Faschingszug in Schwabsoien

Schwabsoien - Ob Alaaf oder Helau, Hauptsache schön blau: Strahlend blau war auch der Himmel und prächtig die Stimmung beim Faschingszug in Schwabsoien.

Faschingszug in Schwabsoien

Fasching Schwabsoien
Fasching Schwabsoien
Fasching Schwabsoien
Fasching Schwabsoien
Faschingszug in Schwabsoien

18 phantasievoll gestaltete Festwagen, sieben Fußgruppen, die Faschingsgarden aus Schwabsoien, Hohenfurch und Schongau, die Musikkapellen aus Schwabsoien und Sachsenried sowie das Soier Schlagwerk bildeten den imposanten Faschingszug durch das Mühlendorf - bestaunt von den Zuschauern, die teils ebenfalls maskiert, gut gelaunt rechts und links die Straßen säumten und mit Applaus nicht geizten. Mit eingereiht in den Gaudizug hatte sich in diesem Jahr auch „Radio Oberland“ mit einem Wagen plus Fußgruppe - eine Aktion, die die Soiener bei einer Internetabstimmung gewonnen hatten.

Auch heuer hatte es den Narren an Themen nicht gemangelt. So bedauerte die Schwabsoiener Landjugend in Sachen Standort für den Maibaum: „Dorfplatz, Schäferwirt und Feuerwehrhaus, keiner mag uns, des is a Graus.“ Die Landfrauen Schwabsoien hatten sich Gedanken zur Energiewende gemacht. „Wenn die Milch sich nicht mehr rentiert, wird bald Biogasstrom produziert. Denn aus Heu, Mais und Gras wird Biogas.“

Angela Merkel, so befürchten die Faschingsfrauen Schwabsoien, „spielt großzügig die Retterin für manches Land, bis wir von der Torte nur noch die Brösel hand“. Die Faschingsfreunde Altenstadt widmeten sich dem Schongauer Schwanenweiher: „Baden wollte ein junges Schwanenpaar, doch im Weiher war das Wasser gar, drum sucht der Schwan jetzt Asyl im Peitinger Gumpen drauß, sofern der Biber ihn da dulden will.“ Stinkig ist die Altenstadter Landjugend auf den Zirkus, der im Herbst am Ortsrand Quartier bezogen hatte. „Zuerst stellt man auf das Zelt, dann ist kaputt das Feld.“ Als gute Moderatoren mit erwiesen sich Michael Kögel und Manfred Schmid, die mit Tatsachen und Hintergrundwissen die Zuschauer unterhielten. Präsident Stephan Jahl indes hatte alle Hände voll zu tun, Wagen, Kapellen und Fußgruppen in den Zug einzuordnen. Auf der „After-Umzugs-Party“ mit der Partyband „Coxx“ ging das Narrentreiben im Festzelt noch Stunden weiter.

Walter Kindlmann

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