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Der kleine Noah ist das 50. Baby, das im August am Krankenhaus in Schongau geboren wurde. Darüber freuen sich die Mutter Dr. Kerstin Schierghofer, ihr Mann Tobias Schierghofer-Greißer sowie die Hebamme Nadine Lachmann.

Geburtshilfe statt Ferien

Baby-Boom im Schongauer Krankenhaus

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Schongau - Das war noch nie da: Sensationelle 58 Geburten haben die Hebammen und Belegärzte in der Geburtshilfe des Schongauer Krankenhauses in nur einem Monat gezählt. Vielleicht kann am heutigen Mittwoch sogar die 60er-Marke im August geknackt werden.

Das muss dem Schongauer Hebammen- und Ärzteteam erstmal einer nachmachen: In der Haupturlaubszeit hat das eingespielte Team im Monat August 58 Geburten gewuppt. So viele wie noch nie in nur einem Monat.

Die magische 50-er-Marke hat übrigens mit dem kleinen Noah ein echtes Krankenhaus-Eigengewächs geknackt. Er ist das Kind der Krankenhausärztin Dr. Kerstin Schierghofer (33) und ihrem Mann Tobias Schierghofer-Greißer (33). Noah erblickte das Licht der Welt am 26. August um 8.29 Uhr als 50. Baby in diesem Boom-Monat.

In Schongau entbinden: Für Dr. Kerstin Schierghofer keine Frage. Die Ärztin der Inneren Medizin wohnt in Schongau, kennt das Super-Team im Schongauer Kreißsaal. Letzteres ist wohl auch dafür verantwortlich, dass sich immer mehr Frauen aus dem Landkreis und darüber hinaus für eine Entbindung am vergleichsweise kleinen Standort Schongau entscheiden.

Knapp 300 Entbindungen im Jahr 2016

Das untermauern die Zahlen: Immerhin 283 Kinder wurden in diesem Jahr in Schongau entbunden. Geschafft haben das sieben Hebammen und drei Beleg-Frauenärzte, die die florierende Geburtshilfe in Schongau am Leben erhalten.

Ein kleiner Vergleich: Die finanziell weitaus kostspieligere Hauptabteilung in Weilheim hat bis jetzt 224 Kindern den Weg ins Leben gewidmet. „In Weilheim läuft es im Schnitt wie in den vergangenen Jahren auch“, bilanziert Krankenhaus-Sprecherin Isa Berndt auf Anfrage der Schongauer Nachrichten. Eine Rolle, warum ein Baby-Boom – ähnlich wie in Schongau – ausbleibt, könnte hier die Nähe zu größeren Geburtskliniken wie Starnberg spielen.

Schongaus Geburtshilfe profitiert damit von ihrem Alleinstellungsmerkmal im Altlandkreis und der Tatsache, dass auch viele Frauen aus dem banachbarten Allgäu den Weg in den neuen Schongauer Kreißsaal mit seinem guten Ruf suchen.

Alle sieben Hebammen sind selbst Mütter

Damit in diesem Boom-Monat alles funktioniert, haben sieben Hebammen – alle selbst Mütter – in der Haupturlaubszeit 31 Tag- und 31 Nachtdienste doppelt besetzt. Das ist aller Ehren wert! Und auch die Belegärzte haben sich quasi in ihren Schichten die Finger wund-entbunden.

Gynäkologin Marlene Schweyer spricht für alle drei Belegärzte, wenn sie sagt: „Uns freut es wahnsinnig, dass die Geburtshilfe in Schongau so gut angenommen wird!“ Damit das auch so bleiben und die von ärztlicher Personalnot bedrohte Schongauer Geburtshilfe auch in Zukunft mit Boom-Zahlen positiv von sich Reden machen kann, appelliert Schweyer an Schwangere: „Wenn die Frauen weiter zu uns zum Entbinden kommen, unterstützen sie uns am Standort in Schongau!“ Und der ist offenbar nicht nur zahlenmäßig spitze.

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