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Sprechen die Eidesformel: 231 Soldaten des Ausbildungsbataillons 3 wurden vereidigt.

Gelöbnisfeier in Altenstadt

Kompetenz und klares Handeln

„Mit ihrem Schwur nehmen Sie Einschränkungen in ihrer persönlichen Lebensführung in Kauf, und Sie binden ihre Person, um in der Bundeswehr zum Erhalt unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung beizutragen.“ Das sagte Oberstleutnant Roland Pietzsch beim Vereidigungsapell der 231 Feldwebel- und Unteroffizieranwärter des Ausbildungsbataillons 3.

Altenstadt – Der Fahnenzug mit der Fahnenabordnung und das Gebirgs-Musikcorps sowie Offiziere vorgesetzter und befreundeter Einheiten, Gäste aus Politik wie MdL Harald Kühn, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die Bürgermeister aus Altenstadt, Schongau und Schwabbruck, Angehörige der Soldaten, sowie Vertreter der Schulen, der Polizei des Finanzamtes und der Soldaten- und Veteranenvereine bildeten den Rahmen für die Gelöbnisfeier in der Franz-Josef-Strauß Kaserne.

Am 2. Januar haben die Lehrgangsteilnehmer der 1. Kompanie des Bataillons mit der Ausbildung begonnen. „Sie haben sich entschieden, zu dienen. Dienen heißt, sich für andere einzusetzen,“ sagte MdL Harald Kühn. Ohne Dienst für das Gemeinwohl, so Kühn, wäre unsere Gesellschaft entschieden ärmer. Für die Entscheidung, sich bei der Bundeswehr für Deutschland einzusetzen, „möchte ich Ihnen meinen Respekt und Anerkennung ausdrücken“. Der Dienst in der Bundeswehr erfordere eine starke Persönlichkeit, Charakterfestigkeit und ein starkes ethisches Fundament, soldatische Grundfertigkeiten, das militärische Handwerkszeug und Verantwortungsbewusstsein. Der Stimmkreisabgeordnete sagte auch die aktuellen Krisenherde führten deutlich vor Augen: Bedrohungen von Frieden, Freiheit und Menschenrechten seien auch für Deutschland ein große Herausforderung.

Nach der Gelöbnisfeier: Angehörige durften noch Fotos schießen.

Oberstleutnant Roland Pietzsch betonte in seiner Rede, dass die heute vereidigten Soldaten und Soldatinnen nach ihrer Ausbildung als militärische Vorgesetzte eingesetzt eingesetzt werden. Da würde von ihnen selbständiges Handeln im Sinne der Auftragstaktik verlangt. Fachliche Kompetenz, Führungskönnen und Führungswille sowie körperliche und geistige Belastbarkeit seien dabei wesentliche Faktoren, an denen die Soldaten gemessen würden. „Das Vertrauen ihrer Vorgesetzten, Kameraden und Untergebenen werden sie nur erlangen können, indem Sie durch charakterliche Haltung, ein gefestigtes Selbstverständnis und die berechtigten Belange der Ihnen unterstellten Belange als wesentliches Element Ihres Führungsstiles erkennen und in klares Handeln umsetzen,“ zählte der Bataillonskommandeur auf, was von den Soldaten künftig erwartet wird.

Einen Einblick in die Ausbildung der Lehrgangsteilnehmer gab Jäger Phillip Cepaninik. Sich zum Dienst bei der Bundeswehr zu melden, sei heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. Er habe sich bewusst dazu entschieden sich als Soldat für Deutschland einzusetzen. Er möchte zu den Unteroffizieren gehören, die als Rückgrat der Armee ausgebildet werden.

Bereits am Vormittag nahmen die Soldaten am ökumenischen Gottesdienst teil, den die beiden Militärpfarrer Heike Ranke und Stefan Bauhofer gestaltet haben. Den Soldaten des Gebirgs-Musikkorps sind bei acht Grad Minus nach den ersten paar Märschen die Instrumente eingefroren. Für etliche Märsche und das „Bayerische Militärgebet“ sowie für die deutsche Nationalhymne und die Bayernhymne kam die vorsorglich vorbereitete Musikkassette zum Einsatz.

Walter Kindlmann

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