Die Beerdigungsgesellschaft lauscht den Worten des Reverends (Eleyne Wenninger 2.v.li.): Viel schwarzen Humor bringt das Treibhaus-Theater auf die Bühne. Foto: uf

Gelungene Treibhaus-Premiere im Kulze

Schwabniederhofen - Eine gelungene Premiere mit viel schwarzem Humor hat die neue Theatergruppe Treibhaus im Kulturzentrum Schwabniederhofen gefeiert.

„Trauer lässt manche Menschen schon seltsam werden“: Dieses Zitat aus dem Stück „Sterben für Laien“, das der Theaterverein Treibhaus jetzt im Kulturzentrum Schwabniederhofen (Kulze) auf die Bühne gebracht hat, kann man getrost auf sämtliche Charaktere des Stücks münzen. Die turbulente Komödie rund um eine Trauerfeier punktete mit viel schwarzem Humor.

Was mit einem falschen Leichnam im Sarg beginnt, endet nach vielen Irritationen doch noch mit einem Begräbnis. Möchtegern-Schriftsteller Matthew (Maximilian Geiger) richtet das Begräbnis für seinen Vater aus und empfängt die liebe Verwandtschaft, die sich als Ansammlung skurriler Charaktere entpuppt. Allen voran sein Bruder und erfolgreicher Romanautor Rupert (Michael Boos), der sich, obwohl erster Klasse zum Begräbnis geflogen, weigert, seinen Anteil der Kosten zu übernehmen.

Auch die Frauen der Familie machen Matthew zu schaffen: Seine Frau Kelly (Veronika Gruber) liegt ihm damit in den Ohren, doch endlich wegen einer neuen Wohnung die Bank zu kontaktieren. Die trauernde Witwe Diana (Luisa Schnell) fällt dagegen von einem Schockzustand in den nächsten. Dazu kommt noch Cousine Emma (Eva Kriwan) mit ihrem Verlobten Alan (Alexander Ronge), der versehentlich das neueste Drogengemisch ihres Bruders Chris (Alexander Nierer) konsumiert hat.

Dazu gesellen sich noch Andy (Martin Kriwan) und Caroline (Carolin Nuscheler), die den im Rollstuhl sitzenden Familientyrann, Onkel Jesiah (Sebastian Atzler), im Schlepptau haben. Und ein geheimnisvoller Fremder (Dominik Nierer), der sich als Erpresser entpuppt, der Matthew um 15 000 Pfund erleichtern will. Ebenfalls mit von der Partie sind Emmas Vater David (Vincent Dusanek), die sexy Cousine Katie (Nina Raab) und ein sichtlich genervter Reverend (Eleyne Wenninger).

Der Theaterverein Treibhaus hat die britische Komödie frei nach dem Film „Sterben für Anfänger“ mit viel Spielfreude und komödiantischem Talent auf die Bühne gebracht. Allen voran Maximilian Geiger sowie Alexander Ronge und Dominik Nierer, die die Paraderollen innehatten und ihrer schauspielerischen Ader freien Lauf lassen konnten. Aber auch alle anderen Akteure holten aus ihren Figuren das Beste heraus und sorgten für ein gelungenes, temporeiches Stück, das von den Zuschauern mit begeistertem Applaus bedacht wurde. Besonderes Lob verdient das aufwändig gestaltete Bühnenbild.

Der neue junge Theaterverein Treibhaus, bestehend aus ehemaligen Schülern des Welfen-Gymnasiums, geht auf die Musiklehrerin und Namensgeberin Christiane Treib zurück, die die Mitglieder bei Schulaufführungen bereits früh zur Schauspielerei animiert hat. Aus diesem Grund wurde Christiane Treib am Premierenabend auch die Ehrenmitgliedschaft im Verein verliehen.

Zu sehen ist das Stück „Sterben für Laien“ noch am 23. und 24. Mai im Kulze, jeweils um 20 Uhr.

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