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Gemeinde-Wappen auf dem Zug?

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Heruntergekommen: Der Peitinger Bahnhof.  Foto: krolitzki
Heruntergekommen: Der Peitinger Bahnhof. Foto: krolitzki

Peiting - Prangt das Peitinger Wappen bald von einem Zug der Bayerischen Regiobahn (BRB)? Ein schöner Gedanke, doch es gibt ein Problem: Das schäbige Bahnhofsgelände ist wohl nicht der geeignete Rahmen für eine Einweihungsfeier.

Weilheim hat einen, Schongau und Hohenpeißenberg auch: Einen Zug der Bayerischen Regiolbahn (BRB), auf dem stolz das jeweilige Wappen der Kommune prangt. Eine tolle Art, um Reisende und Pendler auf die schöne Region aufmerksam zu machen. „Warum machen wir das nicht auch?“, fragte sich darum Andreas Schmid, Gemeinderat und Tourismus-Sprecher des Marktes.

Schließlich möchte man in Peiting nicht hinterherhinken. Außerdem sei dies eine schöne Art, um zu zeigen: Der Markt muss sich hinter den anderen Gemeinden nicht verstecken. Und das geht mit einer Patenschaft, die die Kommune für einen Zug übernimmt. Dann könnte die freundliche Stimme aus dem Lautsprecher an jeder Haltestelle verkünden: „Dieser Zug fährt nach Peiting.“

Auf diese Weise würden Peitinger, aber auch Touristen, die BRB kennenlernen. „Die Züge sind großteils barrierefrei, und man kann sein Ticket auch im Abteil lösen“, erklärt Schmid. Gewinnbringend also für alle Beteiligten, wie er findet.

Schon vor drei Jahren sei die Patentschaft Thema gewesen, zwischenzeitlich aber wieder eingeschlafen. „Aber das ist eine tolle Sache“, so Bürgermeister Michael Asam. Gerne würde er die Anregung im kommenden Jahr umsetzen. Zumal das Wappen der Gemeinde auf dem Zug kostenfrei wäre, wie Schmid in Erfahrung bringen konnte. Nur die Einweihungsfeier müsse die Gemeinde ausrichten. Musik, Catering und einfach ein tolles Fest könnte es dann geben. Da gibt es nur ein Problem: Wo soll die Segnungsfeier abgehalten werden? Mit dem hässlichen Bahnhofsgelände als Austragungsort würde sich die Gemeinde wahrscheinlich eher selbst schaden.

Bis hier gefeiert werden kann, muss sich etwas tun. Schon seit Jahren versucht der Bürgermeister mit der Firma, der das Bahnhofsgelände gehört, zu verhandeln. Das ist aber gar nicht so einfach. Dem Unternehmen gehören hundert weitere Bahnhöfe, mit der Gemeinde Peiting gehe man nicht gerade gut um. Dazu kommt: „Ich muss mich mittlerweile mit dem dritten Ansprechpartner herumschlagen“, so der Rathauschef.

Der Bereich, der eigentlich Aushängeschild für die Gemeinde sein sollte, verrottet immer mehr. Wie mehrfach berichtet, waren schon viele Möglichkeiten angedacht, wie das Gebäude genutzt werden könne. Beispielsweise als Wohnhaus. Das Unternehmen stimmt laut Asam einer Sanierung allerdings erst zu, wenn es bereits Mieter gibt. „Doch in diesem Zustand interessiert sich keiner dafür“, bedauert er.

Ob Druck beim Wirtschaftsministerium helfen könnte? Asam will jedenfalls nichts unversucht lassen. Denn der schäbige Bahnhof wird immer mehr zum Problem. Ob das Projekt Gemeinde-Wappen auf einem BRB-Zug im Jahr 2013 verwirklicht werden kann, steht darum noch in den Sternen.

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