Gemeindehalle: Zwei Varianten für Anbau

Wildsteig - Es tut sich was in Sachen „Anbau“ an die Wildsteiger Gemeindehalle. Zwei Varianten liegen auf dem Tisch - auch eine erste Kostenschätzung.

Das große Projekt „Anbau“ an die Wildsteiger Gemeindehalle war Ende Februar offiziell begraben worden. Der Gemeinderat entschied, stattdessen eine abgespeckte Variante ins Auge zu fassen (wir berichteten). Grund war die Kostenexplosion für das zweistöckige Vorhaben. Die Kalkulation stieg nach diversen Planänderungen von anfänglich 350 000 Euro auf zum Schluss fast eine Million Euro, wie Bürgermeister Josef Taffertshofer berichtete. Dem mit der Planung beauftragten Architektenbüro wurde mitgeteilt, dass die Sache gestorben sei, die angefallenen Honorarkosten von rund 18 000 Euro sah der Rathauschef dennoch sinnvoll angelegt. Das Thema sei „gut aufgearbeitet“, betonte er. Ganz beerdigt wurde die Sache jedoch nicht. Die Räte stimmten einem Antrag des Trachtenvereins „Alpengruß“ auf Bau eines Proben- und Aufenthaltsraums an der Halle zu. Mittlerweile liegen zwei Entwürfe des heimischen Planers und Ex-Gemeinderats Josef Schilcher auf dem Tisch. Beim jüngsten Sitzungstermin versammelte sich das Gremium zum Ortstermin.

Zwei Standorte haben es in die engere Wahl geschafft: der eine im Süden der Halle, der andere an der Nordseite, der als Vorteil die jetzige Küche integrieren würde. Trachtenverein und Rathauschef unterstützen Variante eins. Genaue Details sind noch nicht raus, Taffertshofer nennt aber eine Hausmarke bei den Kosten. Geschätzte 280 000 Euro liegen auf dem Tisch. Das ist zwar mehr als bei der Nord-Variante mit ihren um die 230 000 Euro, allerdings spricht wohl die Optik für einen Anbau an der Südseite neben dem Haupteingang der Halle. Denn dort würde der Neubau nicht stören, sich vor allem gut einfügen und ganz charmant eine Art Innenhof schaffen, der sich für Veranstaltungen nutzen lassen ließe. Der Bürgermeister ist dafür, „weil die Halle dadurch gewinnt“. Außerdem ließen sich dadurch „zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten offen halten“. An der Nordseite dagegen sei ein Bau architektonisch schwierig, befürchtet er. Was es dann aber noch für die Wunschlösung braucht, ist eine „separate Lösung der Küchenproblematik“, wie es Taffertshofer nennt - diese liegt nämlich so doch weit entfernt vom Standort.

Noch hat der Gemeinderat nicht entschieden. Taffertshofer hofft, dass dies schon in der nächsten Sitzung am 13. Mai der Fall sein wird. Man werde zügig auf einen Eingabeplan hinarbeiten. „Der Planer hat sehr gute Arbeit geleistet“, lobt der Bürgermeister. Sein Ziel: Im Herbst mit dem Bau beginnen.

(ab)

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