Gemeinderat Denklingen

Epfacher Hangsanierung kommt erst im nächsten Jahr

Epfach - Die Sanierung des abrutschgefährdeten Hanges am Claudius-Paternus-Weg in Epfach wird aufs nächste Jahr verschoben. Der Grund: Eine archäologische Begleitung der Baumaßnahme ist erforderlich.

Auf eine archäologische Begleitung der Hangsanierung in Epfach besteht das Amt für Denkmalpflege. Für die Instandhaltung und Sicherung des Claudius-Paternus-Weges in Epfach musste die Gemeinde Denklingen eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis beantragen, und zwar deswegen, weil Bodendenkmäler aus der Römerzeit vorhanden sein könnten.

Zwar hatte beim Kanalbau in den 90er-Jahren ein Bodenaustausch stattgefunden. Gleichwohl lege das Amt für Denkmalpflege Wert auf eine „archäologische Begleitung“, informiert Bürgermeister Michael Kießling jetzt in der jüngsten Denklinger Gemeinderatssitzung.

Die Folge davon könne sein, dass es während der Bauzeit zu einer Verzögerung von vier bis acht Wochen komme, währenddessen die Baugrube von vier bis sechs Personen untersucht werde. Dies habe eventuell zur Folge, dass kein Asphalt mehr vor Einbruch des Winters eingebaut werden könne. Dies bedeute, dass Wasser und Schnee in großen Mengen in den Hang einsickern könnten, die Situation würde sich also weiter verschlechtern.

Die Baumaßnahme werde, wie Bürgermeister Kießling auch im Mitteilungsblatt für Denklingen, Epfach und Dienhausen in einem kurzen Beitrag schreibt, zwar wie geplant in diesem Jahr ausgeschrieben. Baubeginn werde allerdings erst im Frühjahr 2017 sein.

Um vor allem im Winter ein weiteres „Schieben“ zu verhindern, sollen heuer an der provisorischen Absicherung unterhalb der Hangkante wenigstens die morschen Balken ersetzt werden, erklärt der Rathaus-Chef auf Anfrage der Schongauer Nachrichten.

Wie berichtet, ist für die Maßnahmen am Claudius-Paternus-Weg eine gute halbe Million Euro eingeplant. Die Ingenieursleistungen betragen dabei 76 000 Euro. Bei der Sanierung werden im Abstand von nur drei Metern so genannte Mikropfähle ins Erdreich getrieben, die einen Durchmesser von acht Zentimetern haben und bis zu neun Meter nach unten reichen. Sie sollen den Hang stabilisieren. Zwei Pfähle stehen senkrecht, einer stützt schräg nach oben ab.

Johannes Jais

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