Gemeinderat Schwabsoien lehnt Biogasanlage weiter ab

Schwabsoien - Die Biogasanlage der Firma „Kees/Nuscheler“ bei Schwabniederhofen: Für den Schwabsoier Gemeinderat ist sie ein „leidiges“ Thema, mit dem sich die Räte aber erneut befassen mussten.

Wie berichtet, soll die bestehende Anlage von 390 auf 800 Kilowattstunden Leistung im Jahr vergrößert werden. Dazu hat die Gemeinde Altenstadt einen Bebauungsplan aufgestellt, zu dem die Schwabsoier als Nachbarn bereits eine - ablehnende - Stellungnahme abgegeben haben. Da die Altenstadter aber nachträglich auch den Namen des betreffenden Gebietes in „Sondergebiet Landwirtschaft“ geändert haben (wir haben berichtet), mussten die Schwabsoier Gemeinderäte eine erneute Stellungnahme abgeben.

„Eigentlich will ich darauf nicht mehr groß eingehen, denn es hat sich ja außer dem Namen und dass sie jetzt die Stallungen mit aufgenommen haben, nix geändert“, sagte Schwabsoiens Rathauschef Konrad Sepp. Er zitierte aus der bereits abgegebenen gemeindlichen Stellungnahme vom 12. September dieses Jahres, in der die Anlage als „überdimensioniert“ bezeichnet wurde, die die umliegenden Flurwege über die Maße beanspruchen würde. Außerdem leide die Milchviehhaltung durch den gestiegenen Pachtdruck bei den landwirtschaftlichen Flächen.

Als es nun darum ging, etwaige Ergänzungen in die neue Stellungnahme aufzunehmen, hatte Georg Pröbstl eine Idee: „Unsere Flurwege sind für die großen Tonnagen, die mit Lastzügen von und zu der Anlage gefahren werden, nicht ausgelegt. Können wir nicht unsere Wege in Sachen Tonnage etwa auf 16 Tonnen beschränken? „Dann können aber auch unsere Bauern nicht mehr mit ihren Maschinen auf ihre Felder“, entgegnete Sepp.

Der Schwabsoier Rathauschef sah es nüchtern: „Eine vernünftige Lösung gibt es nicht. Wir müssen damit leben, dass unsere Flurwegen von fremden Leuten kaputtgefahren werden.“ In diesem Sinne einigte sich der Schwabsoier Gemeinderat auf die bereits abgegebene Stellungnahme, die auch weiterhin Gültigkeit habe. (jos)

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