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Stadtpfarrer Norbert Marxer bedankte sich bei Heidi Hentschke mit einer Chagall-Bibel für ihre Tätigkeit in Schongau.

Gemeindereferentin Heidi Hentschke

Abschied von der „Mama der Ministranten“

Schongau - Mit zahlreichen Reden und vielen Geschenken ist die langjährige Gemeindereferentin der Schongauer Stadtpfarrei Mariae Himmelfahrt, Heidi Hentschke, verabschiedet worden.

18 Jahre lang, mit familienbedingten Unterbrechungen, war Heidi Hentschke Gemeindereferentin der Schongauer Stadtpfarrei Mariae Himmelfahrt. Und seit Gründung der Pfarreiengemeinschaft vor etwa einem Jahr zusätzlich auch noch für die Pfarrei Verklärung Christi. Jetzt tritt sie zum 1. September eine neue Stelle bei der Diözese Augsburg an, wo sie vor allem für die Ausbildung der künftigen Gemeindereferenten zuständig sein wird. Bei einem von der Stadtkapelle Schongau musikalisch begleiteten Frühschoppen im Jakob-Pfeiffer-Haus wurde Hentschke feierlich verabschiedet.

Stadtpfarrer Norbert Marxer sprach bei seinen Dankesworten ausdrücklich auch im Namen seines Amtsvorgängers Bernhard Mooser, in dessen Amtszeit der größte Teil von Hentschkes Dienst gefallen ist. Besonders hob Marxer hervor, dass sie durch ihr Engagement viele Leute ehrenamtlich in Verkündigungs- und Seelsorgeaufgaben einbinden habe können, wobei ihr auch ihr „niederbayerisches und unkompliziertes Naturell“ geholfen hat.

Vielen Grundschülern habe sie Wissen über und Freude am Glauben vermitteln können, sei es im Religionsunterricht, in der Begleitung der Erstkommuniongruppen oder bei der Kinderkirche und vor allem bei den Kinderbibeltagen. Das Wort Gottes sei ihr immer wichtig gewesen. Im Namen der Pfarreiengemeinschaft überreichte er ihr daher als Dank eine besonders aufgemachte Bibel, reich illustriert mit Bildern von Marc Chagall, die sie an ihr Schongauer Wirken erinnern soll.

Für die Pfarreiengemeinschaft würdigte Regina Jocher, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Mariae Himmelfahrt, die frischen Ideen von Hentschke, ihren Humor und das Lachen, das allen gut getan hat. „Durch die überzeugende Seelsorgearbeit hat sie dabei aber immer wieder den Blick auf das Wesentliche des Glaubens gelenkt.“ Auch erinnerte sie an die großen Festlichkeiten in diesen 18 Jahren, deren Organisation immer wieder ihr volles Engagement erforderten, darunter 2003 das 250-jährige Bestehen der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt und 2012 die Primiz von Wolfgang Schnabel auf dem Marienplatz.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Verklärung Christi, Gisela Brandstetter, bedankte sich besonders für Hentschkes Engagement in der Anfangszeit der Pfarreiengemeinschaft, die alle Beteiligten stark gefordert hat, fordert und auch noch fordern wird. Für die große Gruppe der Ministranten bedankten sich Anna Bader und Florian Stögbauer bei ihrer „Mama der Ministranten“, die immer neuen Schwung in die Gruppe gebracht, immer ein offenes Ohr für deren Anliegen gehabt habe und einfach immer bei guter Laune gewesen sei – „zumindest wenn sie ihren Kaffee gehabt hat“. Zur Erinnerung übergaben sie unter anderem ein Fotobuch, in dem alle Aktivitäten der Ministranten in den vergangenen 18 Jahren festgehalten sind.

Nach einer Tanzeinlage der Jugendplattler gab es noch Dankesworte und Geschenke von Andrea Nagel (Kinderkirche) sowie Hertha Eberle (Katholischer Frauenbund) und Inge Horvath, Rosi Haseitl und Luise Wittmann (Katholischer Mütterkreis). Alle wünschten Hentschke für die neuen Aufgaben viel Kraft und vor allem Gottes Segen.

Helmut Bernhardt

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