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Gemeindezentrum: Küchennutzung nur noch unter Aufsicht

Schwabsoien/Sachsenried - Das Gemeindezentrum in Sachsenried darf zwar weiter von Vereinen genutzt werden, aber die Küche künftig nur mehr mit Betreuung.

Vor allem die Sachsenrieder sind froh, dass mit Helmut Schmid ein Mann gefunden worden ist, der das Sachsenrieder Gemeindezentrum gaststättenähnlich bewirtschaftet. Dennoch gab es jetzt deswegen eine längere Diskussion.

Nachdem es in Sachsenried seit einiger Zeit keine Gastwirtschaft mehr gibt, können alle Bürger aus Schwabsoien und Sachsenried sowie die örtlichen Vereine das Gemeindezentrum für private Feiern anmieten. Schmid sorgt dann für die Versorgung mit Essen. Darauf hatte sich der Gemeinderat im Juli 2006 geeinigt. „Wir als Gemeinde haben die Gaststättenerlaubnis und sind verantwortlich“, stellte Bürgermeister Konrad Sepp nochmal klar. Man sei aber vollstens zufrieden mit der Bewirtschaftung und der Auslastung.

Aber: Von der Einrichtung her sei die Küche nicht in optimalem Zustand. Zwar habe man die Stromversorgung erneuert, aber zahlreiche Küchengeräte, die zu einem reibungslosen Ablauf in der Küche und zum Bewirten gehörten, hätte Schmid auf eigene Kosten nach und nach selbst angeschafft.

Und deswegen hat er sich jetzt auch an die Gemeinde gewandt mit der Bitte, dass diese Gerätschaften nicht von anderen genutzt werden. Konkret bitte er darum, zukünftig das Gemeindezentrum nur noch ohne Küchenbenutzung zu vermieten.

Das nahm Sepp zum Anlass, auch auf eine andere Sache hinzuweisen: „Wir kriegen da auch ein hygienisches Problem, wenn da so viele Leute durch die Küche laufen“, erklärte er. „Helmut Schmid trägt für die lebensmittelgerechte Hygiene die Verantwortung. Wenn wir etwa hier mal nen Keim oder einen Erreger drin haben, kriegen wir ein richtig großes Problem!“

Die Bitte Schmids, der krankheitsbedingt nicht an der Sitzung teilnehmen konnte, um Vermietung ohne Küche, rief den Widerstand unter anderem von Rudolf Kögel hervor: Natürlich sei man froh, dass das Sachsenrieder Gemeindezentrum so gut laufe. Aber 2010 habe der Gemeinderat entschieden, dass dort „nicht mehr groß gekocht“ werde. „Und Schmid hat dort von sich aus in das Inventar investiert.“ Da sich in der Küche aber auch gemeindliches Geschirr befinde, müsse es auch weiterhin möglich sein, dass Vereine dort ihre Feste ausrichten und die dann auch Zugang zum Geschirr und zum Kühllager haben.

Sepp warb dafür, Schmid entgegenzukommen: „Wir müssen froh sein, dass wir jemanden wie ihn hier haben. Wenn er den Antrag auf eine neue Küche stellt, können wir uns das nicht leisten“, gab er zu bedenken. Ähnlich sah es Wolfgang Scholz: „Wir Sachsenrieder hatten im Gemeindezentrum noch nie eine so gute Versorgung wie jetzt. Und weil auch das Ergebnis gut ist, würde ich dazu tendieren, dem Helmut entgegenzukommen.“

Nach längerem Hin und Her einigten sich die Gemeinderäte dann auf eine Lösung: „Zukünftig ist bei der Anmietung der Gasträume des Sachsenrieder Gemeindezentrums die Küchenbenutzung nicht enthalten“, heißt es im gefassten Beschluss. Und weiter: „Eine Benutzung des Küchenbereichs ist nur in Absprache und mit Einverständnis von Helmut Schmid möglich. Bei Veranstaltungen von örtlichen Vereinen und Institutionen muss Helmut Schmid oder ein von ihm bestimmter Vertreter anwesend sein.“ Die uneingeschränkte Benutzung des Kühlraums sei für sämtliche Veranstaltungen zu gewährleisten. Auch das Geschirr und Besteck der Gemeinde müssten bei Bedarf dem jeweiligen Mieter zur Verfügung gestellt werden. Dieser Regelung gab nur Rudolf Kögel nicht sein Einverständnis: „Wenn ich das Gemeindezentrum miete, muss ich ihn fragen, ob wir die Küche benutzen können. Sagt er nein, habe ich ein Problem, und das darf nicht sein“, findet er.

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