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Martin Hinterbrandner (l.) und Reinhard Walk stellten den Zwischenstand vor.

ILE Auerbergland 

Gemeinsamer Plan für besseres Wegenetz

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14 Gemeinden des Auerberglands haben ihre Wegenetze erfasst und analysiert, welche Ausbau- und Sanierungsarbeiten dort in den nächsten Jahren anstehen. Durch die gemeinsame Bestandsaufnahme können auch Fördergelder beantragt werden.

Bernbeuren – Seit eineinhalb Jahren hat die Interkommunale ländliche Entwicklung (ILE) Auerbergland intensiv daran gearbeitet, landwirtschaftliche Wege in den 14 Mitgliedsgemeinden einheitlich zu erfassen und zu analysieren. Nun stellten der erste Vorsitzende Martin Hinterbrandner, Bürgermeister von Bernbeuren, und Geschäftsführer Reinhard Walk einen ersten Zwischenstand vor, der Trägern öffentlicher Belange vorgelegt werde.

Ziel war eine übersichtliche Bestandsaufnahme, auf die die Gemeinden bei Planungen und baulichen Vorhaben zurückgreifen können, erklärt Hinterbrandner. Durch die Sanierung viel genutzter Wege sollen Lebens- und Arbeitsbedingungen der aktiven Landwirte sowie der gesamten Bevölkerung verbessert werden.

„Wichtig war uns, dass wir die Wegenetzerfassung selbst machen und nicht ein externes Büro ohne Ortsgespür beauftragen“, meint er. Ermöglicht wurde diese Vorgehensweise durch eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung. Das Konzept des Auerberglands ist anerkennungsfähig und der Zugang zu Fördergeldern möglich – obwohl es sich um kein Kernwegenetzkonzept im klassischen Sinne handelt.

„Das würde hier nicht funktionieren und wird auch nicht angestrebt“, erklärt Hinterbrandner. Es gebe kaum durchgängige Wege, die übergeordnete Straßen verbinden. Vielmehr ist das Wegenetz im Auerbergland von vielen kleinen Abzweigungen, Verbindungswegen zu Einzelhöfen und Weilern, sowie Querverbindungen geprägt.

Allerdings sei das Wegenetz veraltet und entspreche nicht mehr den Anforderungen, die ein hoher Anteil an landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben im Auerbergland mit immer moderneren und leistungsfähigeren Maschinen stellt, sagt Walk. Zum Beispiel sind Wegränder aufgrund der breiten Fahrzeuge oft abgefahren. Außerdem soll die Multifunktionalität des Wegenetzes verbessert werden. Einige landwirtschaftliche Wege werden schließlich auch von Radfahren und Wanderern genutzt.

Die Verantwortlichen wissen, dass Wegekonzepte unter anderem von Naturschützern auch kritisiert werden. Sie betonen deshalb, dass es nicht darum geht, neue Wege anzulegen. Stattdessen wurde der Bestand erfasst und überlegt, wie die Qualität aufgewertet werden kann. „Die Wege sollen tragfähig sein. Es ist nicht unbedingt nötig zu teeren. Auch ein befahrbares, grünes Bankett ist möglich“, erklärt Walk.

Inwieweit ein Ausbau tatsächlich nötig ist, werde in der Planung direkt und für jeden Weg individuell entschieden. Außerdem werde mit den Betroffenen gesprochen. Dadurch bleibe man flexibel und die Planungen transparent. Die ILE Auerbergland ist sich sicher, so einen guten Kompromiss zwischen Naturschutz, Erhalt der Kulturlandschaft und Förderung einer zeitgemäßen Landwirtschaft gefunden zu haben.

Zur einheitlichen Erfassung wurde ein Fragebogen erarbeitet, in dem die Gemeinden für jeden Weg angaben, wie er genutzt wird und wie der Handlungsbedarf dort eingeschätzt wird, also ob der Weg ausgebaut oder saniert werden soll und wie kurz- oder langfristig die Arbeiten stattfinden sollen. Unterteilt wurde dabei in die Prioritätsstufen eins bis drei.

Auf diese Weise wurden in den 14 Gemeinden insgesamt 177 Wege mit einer Gesamtlänge von 141,656 Kilometer erfasst. Davon wurden 44 Wege (insgesamt 42,705 Kilometer) der Prioritätsstufe eins zugeordnet. Dazu kommen 52 Wege (insgesamt 40,925 Kilometer) der Priorität zwei und 37 Wege (insgesamt 30,156 Kilometer) der Priorität drei. Die restlichen 44 Wege wurden keiner Prioritätsstufe zugeordnet.

Zwar habe man im Vorfeld eine Vorleistung bringen müssen aber so können Fördergelder für die Wege beantragt werden, die ohne ein Wegekonzept verwehrt blieben. _Die Gemeinden und Grundeigentümer werden zukünftig entlastet, und die Investitionen zahlen sich so auf jeden Fall aus, sind sich Hinterbrandner und Walk sicher.

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