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Setzen auf die Altersmedizin: (v.l.) Ärztlicher Direktor Dr. Wilhelm Fischer, Dr. Hans-Christian Sänger, Sebastian Mühle und GmbH-Geschäftsführer Thomas Lippmann.

Geriatrie am Krankenhaus wird ausgebaut

Alterskrankheiten bescheren Wachstum

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Schongau/Weilheim - Der demographische Wandel ist auch in der Region immer mehr spürbar. Bei der Krankenhaus GmbH sorgt die älter werdende Bevölkerung sogar für ein Wachstum: Die Bereiche Akutgeriatrie und geriatrische Rehabilitation in Schongau und Weilheim sollen ausgebaut werden.

Für Krankenhaus-Geschäftsführer Thomas Lippmann ist es ein schöner Tag: „Das Krankenhaus Schongau erlebt derzeit einen Aufschwung. Jetzt gehen die Pflänzchen auf, die wir vor zwei bis drei Jahren gesät haben“, sagt er.

Und meint damit das Zentrum für Altersmedizin am Krankenhaus Schongau, bestehend aus der Akutgeriatrie und der Geriatrischen Rehabilitation. Erst vor gut anderthalb Jahren ins Leben gerufen, ist die Akutgeriatrie von den älteren Patienten sowie von den niedergelassenden Ärzten mehr als gut angenommen worden. „Somit sind wir früher als gedacht gezwungen, diese Abteilung medizinisch und personell auszubauen. Denn aufgrund des demographischen Wandels wird das Durchschnittsalter der Landkreis-Bevölkerung weiter steigen – und damit auch der Bedarf an akutgeriatrischen Betten im Krankenhaus“, führt Lippmann weiter aus. Immer unter dem Aspekt, die medizinische Versorgung zum Patienten zu bringen, so heimatnah wie möglich.

Die Krankenhaus GmbH reagiert auf diese Entwicklung: Der bisherige Leitende Oberarzt Sebastian Mühle hat nun als Chefarzt die Abteilung Akutgeriatrie samt der vorhandenen 24 Betten in Schongau übernommen – und soll deren Angebot für Patienten und Angehörige noch erweitern. Zusätzlich soll er eine Akutgeriatrie im Krankenhaus Weilheim aufbauen. Die soll 20 Betten umfassen und im Herbst 2017 ihren Betrieb aufnehmen.

Aber damit noch nicht genug: Gleichzeitig soll Chefarzt Dr. Hans-Christian Sänger die Geriatrische Rehabilitation am Standort Schongau weiter ausbauen. Denn: Deren Auslastung liegt jetzt schon bei fast 100 Prozent das ganze Jahr über. „Unser Problem ist unser guter Ruf“, sagt Sänger. „Wir sind in diesem Bereich eine der vollbesetztesten Kliniken. In Spitzenzeiten könnten wir 55 Rehabetten belegen, haben aber nur 30“, sagt er.

Da ist Abhilfe nötig. Die soll es geben, indem die Geriatrische Rehabilitation und die Akutgeriatrie mit der Inneren Medizin-Abteilung – auch räumlich – noch enger zusammenarbeiten werden. „Dazu werden Betten und Räume bzw. ganze Abteilungen wieder geöffnet, die wir früher mangels Bedarf geschlossen haben“, erklärt Lippmann.

Das geht natürlich nur mit mehr Personal: Sind derzeit im Bereich Altersmedizin am Standort Schongau 55 Personen beschäftigt, sollen durch den Ausbau in Weilheim 20 weitere hinzukommen. „Und durch die Erweiterungen durch Dr. Sänger wollen wir in den nächsten 24 Monaten das Personal in diesem Bereich auf 80 plus x Mitarbeiter vergrößern“, so Lippmann.

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