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Mit einem wuchtigen Kopfball klärt in dieser Szene Hohenpeißenbergs Luka Peric die Situation. Rechts dahinter der jetzt in der Defensive spielende Ex-Torjäger Alex Sanktjohanser, links Peitings Spielertrainer Fabian Melzer.

Spiel der Woche

Torfestival bei abwechslungsreichem Spiel

  • VonJochen Schröder
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Abwechslungsreich, spannend und mit vielen Toren: TSV Peiting II gegen TSV Hohenpeißenberg, unser "Spiel der Woche", endet 5:3.

Von Anfang an ist Tempo drin im Spiel der beiden Mannschaften, es dauert keine zwei Minuten, bis es die ersten Torchancen gibt. Und die gibt es in der Folge dann auf beiden Seiten. Die Gäste stehen sehr hoch und stören Peiting schon beim Spielaufbau.

Mitte der ersten Hälfte wird Peiting etwas besser, und das zahlt sich in der 19. Minute aus: Im Hohenpeißenberger Strafraum kommt Peiting Johannes Bergmeister an den Ball und schiebt links am Torwart vorbei zum 1:0 ein. Fünf Minuten später schickt Peitings Elias Heiß Bergmeistscher mit einem langen Ball in die Tiefe auf die Reise. Und der bedankt sich mit dem 2:0.

Hohenpeißenberg findet in dieser Phase im Aufbauspiel oft keine Anspielstationen. Luka Peric und der zum Abwehrspieler umfunktionierte Torjäger Alex Sanktjohanser müssen oftmals schulterzuckend abdrehen und zum Torwart zurückspielen. Das Debakel für die Gäste geht weiter, als Peitings Joahnnes Eirenschmalz in ein schlechtes Zuspiel der Hohenpeißenbeger sprintet und zum 3:0 einschießen kann (31.).

Die Gäste reagieren mit einem Wechsel und einem Lebenszeichen: Michael Osterried wird in Peitings 16er angespielt und trifft zum Anschlusstreffer (34.). So geht es dann auch in die Pause.

Und aus der kommt das Gästeteam von Thomas Jocher erwartet engagierter und druckvoller. Und das zahlt sich in der 52. Minute aus, als Alexander Mosig nach einer Hohenpeißenberger Ecke von rechts am langen Pfosten hochsteigt und wuchtig zum 2:3 einköpft.

Es ist ein sehr unterhaltsames Spiel in dieser Phase, Peiting hat Chancen, die Führung weiter auszubauen, Hohenpeißenberg zum Ausgleich. Und der kommt dann auch in der 69. Minute: Ein Gästespieler wird in Peitings Strafraum zu Fall gebracht, Mosig verwandelt sicher. 3:3 – Hohenpeißenberg hat das Spiel gekippt. Doch Peiting lässt die Köpfe nicht hängen, die Spieler im Spielertrainer Fabian Melzer ackern weiter, werden nicht nervös oder brechen gar ein. Bei einem ihrer Angriffsversuche wird ein Peitinger Spieler im Gästestrafraum zu Fall gebracht, und es gibt Elfmeter für Peiting. Den verwandelt Michael Kirchbichler sicher zum 4:3 (73.).

Und als ob das noch nicht genug gewesen wäre: Beide Teams stürmen weiter, die Partie wiegt hin und her. Das schönste Tor an diesem Abend erzielt dann Peitings Markus Riedl: Mit einem satten Drehschuss aus rund 20 Metern donnert er den Ball zum 5:3 für Peiting in die Maschen (76.).

Doch damit ist die Partie noch nicht zuende, erst recht nicht entschieden. Denn auch die Hohenpeißenberger stürmen weiter nach vorne. Einen scharf-geschossenen Freistoß von Luka Peric kann Peitings Keeper Alexander Mayr gerade so übers Tor lenken (82.). Und bei einem ebenfalls von Peric abgefeuerten Weitschuss kann Mayr den Ball erst im Nachfassen sichern.

Und so bleibt es schlussendlich bei einem glücklichen Peitinger Sieg in einem mehr als interessanten Spie, bei dem ein Unentschieden vielleicht gerecht gewesen wäre.j

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