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Goldener Ehrenring für Peter Blüml

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Peter Blüml mit Urkunde, seine Frau Rita erhielt einen Blumenstrauß von Bürgermeister Falk Sluyterman. fotos: bse-pictures
Peter Blüml mit Urkunde, seine Frau Rita erhielt einen Blumenstrauß von Bürgermeister Falk Sluyterman. fotos: bse-pictures

Schongau - Jetzt ist Peter Blüml, der mehr als 30 Jahre für die CSU im Stadtrat saß, feierlich verabschiedet und ihm der Goldene Ehrenring der Stadt Schongau verliehen worden.

1984 wurde Blüml erstmals in den Stadtrat gewählt - eine Ewigkeit ist das her. „Da war ich gerade mal 14 Jahre alt“, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD) staunend bei seiner Lobrede. Drei Amtsperioden müsse ein Stadtrat im Gremium sitzen, um für den Goldenen Ehrenring - die höchste städtische Auszeichnung nach der Ehrenbürgerwürde - vorgeschlagen zu werden. Das hat Blüml locker geschafft, und ohne seine gesundheitlichen Probleme hätte er die laufende Amtsperiode auch noch fertig gemacht.

Wie lange Blüml dabei war, zeigten auch einige Ämter, die Sluyterman aufzählte. So war der CSU-Politiker, der auch 18 Jahre Fraktionschef war, von 1984 bis 1990 in der sogenannten Kommission für Bäderfragen - lange, bevor es das Plantsch gab. Auch die Mitgliedschaft in der Stadthallen-Kommission ist vermerkt. „Da ging es darum, wie man es schafft, eine Stadthalle in Schongau zu bekommen“, erklärte Sluyterman. „Leider waren wir erfolglos“, erwiderte Blüml.

Sluyterman freute sich, Blüml die Auszeichnung überreichen zu dürfen, bedauerte es aber gleichzeitig, dass er nicht länger mit ihm zusammenarbeiten konnte. „Aber Ihr Nachfolger wird auch 30 Jahre gute Arbeit leisten“, sagte der Bürgermeister mit Blick auf Markus Wühr unter dem Gelächter der übrigen Stadträte.

Dass auch Blüml immer für einen Spaß gut war und ist, bewies er auch in seiner „letzten Rede hier, das werde ich weidlich ausnutzen. Schließlich bin ich 30 Jahre lang kaum zu Wort gekommen.“ Er danke für die Ehrung und die lobenden Worte und gab zu, ungern aufhören zu müssen. „Denn derzeit werden Probleme schnell angepackt und gute Lösungen gesucht, nichts wird auf die lange Bank geschoben“, sagte er, was als Lob für Bürgermeister und den neuen Stadtrat zu werten ist. Er bedankte sich auch scherzhaft, dass er als Niederbayer so lange geduldet wurde, und schloss ins Lob auch die Wähler und sogar die Presse mit ein. „Wir hatten im Rat oft harte Diskussionen, aber es gehört zur Demokratie, dass man einen guten Kompromiss findet.“

Zum Schluss hatte er noch einige Wünsche. Zum einen, dass weiter offen und durchaus laut diskutiert werde, am Ende aber alle an einem Strang ziehen. Wichtig ist ihm, dass Schongau nach vorne gebracht wird, weil man zum Teil den Anschluss verloren habe. „Vergesst mir die Altstadt nicht!“, forderte er und bat gleichzeitig, genau auf die Mittel zu schauen und notfalls ein Projekt auch einmal abzuspecken oder auf die lange Bank zu schieben. Schließlich kündigte er an, sich auch weiter in die Kommunalpolitik einzumischen. „Ich habe da einiges im Hinterkopf“, kündigte er an. Man darf gespannt sein.

Boris Forstner

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