Auch Pfarrer Schnitzer nahm auf dem Rücken eines Vierbeiners Platz.

Gottes Segen für rund 80 Pferde und ihre Reiter beim Eligiusritt in Burggen

Burggen - Nicht einmal das etwas durchwachsene Wetter mit frostigen Temperaturen hat die Pferdefreunde aus Burggen und Umgebung vom Eligiusritt abhalten können.

Rund 80 Pferde mit ihren Besitzern und Reitern versammelten sich gestern zu Füßen der Stephanskirche, um den traditionellen Segen von Pfarrer Joachim Schnitzer zu bekommen, ehe es durchs Dorf ging.

Eligiusritt in Burggen

Kurz vor Ende des Gottesdienstes versammelten sich die Reiter mit ihren Pferden - vom Pony bis zum stattlichen Kaltblüter war alles vertreten -, unterhalb der Kirche in Burggen, wo schon zahlreiche Zuschauer auf das Ereignis warteten. Kurz darauf kam auch schon Pfarrer Joachim Schnitzer, um nach einem Gebet und den Fürbitten die Tiere zu segnen. Jedes Jahr am ersten Adventsonntag gedenken die Burggener ihres Schutzpatrons, dem vor über 350 Jahren ihm zu Ehren eine Kapelle errichtet worden ist.

Eligius von Noyen, der 590 in Frankreich geboren wurde, gilt als Schutzpatron der Schmiede, vor allem der Goldschmiede. Wie immer „ritt“ der Heilige, von einem Burggener Reiter in den Gewändern des Bischofs dargestellt, im Umzug mit. Angeführt vom Kreuzträger, ging es durch den Ort, von der Kirche St. Stephan zur Eligiuskappelle und wieder zurück. Auch Pfarrer Schnitzer beteiligte sich am Umzug hoch zu Ross, begleitet von den Ministranten und den Musikern, die es sich auf einem Vierspänner bequem gemacht hatten.

Ein paar Tiere weniger als in den vergangenen Jahren, so die Meinung der Anwesenden, seien es in diesem Jahr gewesen, wahrscheinlich aufgrund des Wetters. Durch die jüngst aufgetretene Pferdekrankheit aber hatten sich die Reiter, darunter auch Mitglieder vom Ländlichen Reit- und Fahrverein Burggen, aber auch von Leonhardireitern aus der Umgebung, nicht abschrecken lassen, wie der langjährige Organisator Johann Ehlich erklärte. Insbesondere deshalb, weil es nur bei einem Fall im Ort geblieben war, hatten die Reiter auf die traditionelle Pferdesegnung nicht verzichten wollen.

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