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Um ale Ausgaben im Haushalt 2016  finanzieren zu können, müssen die Rottenbucher ins Sparschwein greifen. 

Haushalt Rottenbuch

Griff ins Sparschwein und neuer Kredit

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Rottenbuch - Rottenbuchs Finanzlage hat sich weiter entspannt. Doch für die anstehenden Großprojekte muss die Gemeinde heuer in den Sparstrumpf greifen und Kredite aufnehmen. Der Haushalt 2016 steht jetzt.

Die finanzielle Situation war im vergangenen Jahr gleich: Rottenbuch standen diverse Großprojekte ins Haus, dafür musste das Klosterdorf an seine Rücklagen gehen. 2016 greift die Kommune wieder in sein Sparschwein, um Anstehendes finanzieren zu können. Doch heuer kommt noch ein satter Kredit dazu. So ist es im Haushalt zu lesen, den der Gemeinderat nun einstimmig verabschiedete.

Dass das Finanzpaket relativ spät im Jahr das Gremium passierte, nahm der Bürgermeister nicht so tragisch. „Dann weiß man, wo die Reise hingeht“, sagte Markus Bader. Und die Reise geht heuer in Richtung große Investitionen. Neben der unvermeidlichen Kreisumlage (783 000 Euro) als dicksten Brocken hat Rathaus-Geschäftsleiter Hannes Scheifele wichtige Vorhaben zu finanzieren. Stolze 765 000 Euro sind für Grundstückkäufe einkalkuliert. Allein 400 000 Euro für das Areal der ehemaligen Gärtnerei an der B 23, 265 000 Euro für eine Fläche im Ortsteil Moos. Während die Nutzung des Standorts an der Bundesstraße noch nicht spruchreif ist, verhält es sich bei dem rund 8500 Quadratmeter großen Areal in Moos anders: Dort will die Gemeinde ein Baugebiet erschließen. Um die zehn Bauplätze könnten laut Bürgermeister dort entstehen. Weitere 100 000 Euro stehen für die Ammermühle bereit: Dort will die Kommune landwirtschaftliche Flächen vom Landkreis erwerben. Bader: „Das ist gut als Ausgleichsfläche.“

In Rottenbuch steht außerdem wieder ein verstärkter Straßenbau auf dem Programm. „Da haben wir in den letzten Jahren wenig gemacht“, so der Rathauschef. 80 000 Euro sind für den Ausbau der Strecke hoch nach Schönegg vorgesehen, 55 000 Euro für Rudersau und 15 000 Euro für die Zufahrt zum Sportplatz.

Für all’ das würden aber die Einnahmen nicht reichen. Obwohl „die Steuereinnahmen Gott sei Dank sprudeln“, wie Bader sagte. „Allerdings geht ein großer Batzen gleich wieder weg.“ Deshalb sieht Scheifeles Plan einen Griff in die Rücklagen vor: 250 000 Euro werden entnommen. Im Vorjahr waren es bereits rund 270 000 Euro gewesen. Und man geht heuer zur Bank: Immerhin 500 000 Euro sind in Zeiten günstiger Zinsen als Kreditaufnahme vorgesehen. Ob der Rahmen ausgeschöpft wird, ist allerdings unklar. „Das ist nur eine Richtschnur“, betonte Scheifele. Das Geld wird Rottenbuch ab kommendem Jahr auf jeden Fall brauchen. Der Breitbandausbau über das Bundesförderprogramm steht vor der Tür: Für 2017 und 2018 plant die Gemeinde mit jährlich einer Million Euro an Investition, jährlich 800 000 Euro sollen im Gegenzug an Zuschüssen fließen.

Der Haushalt passierte den Gemeinderat ohne Diskussion. Vom Kämmerer gab es für die Räte ein Lob: Das Gremium habe in den vergangenen Jahren „bei allen Investitionen stets das Machbare vom wünschenswerten getrennt“, schrieb Hannes Scheifele in seinen Vorbericht. Ähnliche Worte hatte er auch 2015 gefunden. An der finanziellen Situation Rottenbuchs hat sich ja nicht viel geändert: Sie ist weiter entlastet worden, aber die Sparpolitik muss fortgeführt betrieben werden.

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