Großer Zulauf bei Familiengruppe

Schongau - Ski- und Hochgebirgstouren, Schneeschuhwanderungen - an Aktivitäten hat es dem Schongauer Alpenverein mit derzeit 1185 Mitgliedern 2014 nicht gemangelt.

„Bei allen Touren und Wanderungen sind die Teilnehmer heil zurückgebracht worden, dank der Umsichtigkeit unserer Führer“, freute sich Robert Zimmermann. Der erste Vorsitzende des Schongauer Alpenvereins legte auf der Jahresversammlung zudem Wert auf den Hinweis, dass das aktive Erleben der Berge bei allen durchgeführten Touren immer im Vordergrund stehe. Aufgefallen ist dem ersten Vorsitzenden indes auch, dass es bei den angebotenen Mehrtages-Touren „eine gewisse Zurückhaltung gibt“. Die Tourenführer würden mit größerem Aufwand planen und am Ende sei die Beteiligung schon arg gering.

Neben den sportlichen Aktivitäten kommt auch das geselligen Leben im Schongauer Alpenverein nicht zu kurz. Bergsteiger-Stammtisch und die Monatsversammlungen würden gut angenommen.

Wie es sich auf einer Jahresversammlung gehört, berichten auch weitere Mitglieder der Vorstandschaft über ihre Aktionen im vorigen Jahr. Tourenführer Michael Schnitter, zuständig für Wasserfall-Eisklettern, Hoch- und Skitouren, war mit seinen Teilnehmern auf einer Dreitagestour im Ötztal, Fluchtkogel, der Wildspitze und hat dies verbunden mit einer Gletscherausbildung. Die Familiengruppe mit Florian Lang und Ursula Münsterer haben bei all ihren Unternehmen gewaltigen Zulauf. Bis zu 40 Teilnehmer waren es etliche Male. Eines haben die beiden Führer zur Kenntnis genommen: „Die Kinder brauchen keinen Gipfel.“ Und bis auf den den Gipfel des Hohen Peißenbergs, seien Gipfel auch nie das Ziel gewesen. Mit Wanderungen und Hüttenlagern seien die Kinder zu begeistern. „Wenn man das hört, was hier angeboten wird, möchte man wieder Kind sein“, meinte der erste Vorsitzende.

Jugendleiter Bernhard Reich indes bedauerte, dass bisherige Jugendleiter aus der Jugend raus gewachsen sind. Jetzt gehe es darum, neue für die Funktion eines Jugendleiters zu begeistern. Zur Unterstützung von Markus Geiger wurde Marco Schulz, ein ausgebildeter Touren-Führer, einstimmig zum Tourenwart gewählt. „Wir wollen so die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen“, begründete Zimmermann die Einrichtung dieses neuen Postens.

Es gab auf der Versammlung im Brauhaus auch kritische Stimmen. Franz Huber beispielsweise meinte, das Vereinsheim des Alpenvereins in der Schongauer Bahnhofstraße sehe richtiggehend runtergekommen aus. Ein neuer Außenanstrich sei dringend notwendig. Da der Verein lediglich Mieter ist, müsse man sich mit dem Vermieter erst einmal über die Kosten einigen, sagte Zimmermann. Vermieter des Gebäudes ist die Stadt Schongau. Sollte sich der Alpenverein an den Kosten beteiligen, müsse eine langfristige Nutzung seitens der Stadt festgeschrieben werden. Zimmermann denkt da so an 15 Jahre, mindestens. Derzeit wird der Pachtvertrag von Jahr für Jahr verlängert. Mit der bescheidenen Jahresmiete von 380 Euro.

wk

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