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Ein guter Hektar Grünland soll zwischen Grönenbach und Pfeifferstraße für die Wohnnutzung bebaut werden. Gekauft hat die Gemeinde die gesamte Fläche bis zum Bach. 

Gute Nachricht für Einheimische

Gemeinde Bernbeuren weist neues Baugebiet aus

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Pünktlich zur Weihnachtszeit legt der Gemeinderat in Bernbeuren den Bürgern ein ersehntes Geschenk auf den Gabentisch: den Aufstellungsbeschluss für ein neues Baugebiet. Südlich des Grönenbachs werden zehn bis zwölf Parzellen ausgewiesen.

Bernbeuren – „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“, sagt Bürgermeister Martin Hinterbrandner zu den Grundstücksankäufen zwischen Grönenbach und Pfeifferstraße. Schon zu Beginn seiner Amtszeit sei die erste Fläche erworben worden, die letzte kam in diesem Jahr dazu. Jetzt gehört der Gemeinde eine Großfläche, ein guter Hektar davon soll bebaut werden. Wenn man zehn bis zwölf Plätze rausbringe, könne man den derzeitigen Bedarf erfüllen, erläutert Hinterbrandner. Sieben bis acht Bauwerber stehen seinen Angaben nach auf der Warteliste für das nächste Einheimischenmodell.

Den Aufstellungsbeschluss hat der Gemeinderat am Dienstag gerade noch rechtzeitig gefasst. Denn nur noch bis zum 31. Dezember haben Gemeinden im Freistaat die Gelegenheit, im beschleunigten sogenannten „13-b-Verfahren“ Außenbereichsflächen für die Wohnnutzung bebaubar zu machen. Laut Hinterbrandner sind dazu unter anderem keine Ausgleichsflächen nötig.

Pläne wurden hinter verschlossenen Türen ausführlich diskutiert 

Übers Knie gebrochen hat der Gemeinderat den Beschluss dennoch nicht. Es sei im Gemeinderat mehrfach und ausführlich diskutiert worden, erläutert der Rathauschef. Das aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bei Grundstücksangelegenheiten sei das üblich, berichtet Hinterbrandner.

Bauwerber sollten ihre Wohnungen noch nicht kündigen: Es dauert noch

Auch mit dem Landratsamt gab es demnach schon Vorgespräche. „Es ist alles gut machbar, aber nicht für einen Praktikanten“, sagt Hinterbrandner mit Blick auf den nahen Grönenbach und eine mögliche Hochwasserproblematik. Der Bürgermeister spricht aber von „einem wunderschönen Baugebiet“ und er hofft, dass man schon im Sommer mit der Erschließung beginnen könne. Die Bauwerber warnt er aber davor, frühzeitig ihre Wohnungen zu kündigen. „Es wird sich ein bisschen hinziehen“, so Hinterbrandner mit Blick auf das Verfahren. Mit mindestens 1,5 Jahren rechnet er, bis die ersten Häuser erstellt werden können. Es könne aber auch länger dauern, warnt der Rathauschef.

Satzungsbeschluss könnte vor der nächsten Sommerpause fallen

Mit der Planung beauftragte der Gemeinderat in seiner Sitzung das Architekturbüro Hörner. Ende Januar soll es dem Gremium „den ersten richtigen Vorentwurf“ des Bebauungsplans vorlegen. Wenn alles glatt läuft, rechnet Hinterbrandner vor der Sommerpause mit dem Satzungsbeschluss.

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