Hadersbeck fürchtet Rückzug des Bundes bei der Kaserne

Altenstadt - Teile der Franz Josef Strauß-Kaserne in Altenstadt fallen unter Denkmalschutz. Dazu gehört auch die ehemalige Messhalle oben auf der Burg, die nach Auflösung der LL/LTS vom dann einziehenden Ausbildungsbataillon nicht mehr genutzt wird.

Bürgermeister Albert Hadersbeck befürchtet, dass sich der Bund bei der weiteren Nutzung aus der Verantwortung stiehlt.Vor einem Jahr hat das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in der ehemaligen Flakkaserne und jetziger Franz Josef Strauß Kaserne in Altenstadt mit seinen Recherchen begonnen. Das Ergebnis hat Detlef Knipping auf der Sitzung am Dienstagabend dem Altenstadter Gemeinderat erläutert.

Betroffen ist der innere Kern der Kaserne. Dazu gehören neben der Messhalle das Wachgebäude mit dem St.Michael Saal, das ehemalige Stabsgebäude der Luftwaffe im Süden, die Unterkunftsgebäude im Westen und Osten, das im Norden den Appellplatz abschließende Wirtschaftsgebäude sowie das östlich vom Wachgebäude abgesetzte Haus München.

Eigentümer der zwischen 1937 und 1940 gebauten ehemaligen Flak-Kaserne ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA). Also nicht mehr die Bundeswehr. Albert Hadersbeck wollte wissen, was der Denkmalschutz der Kaserne für die Gemeinde eigentlich bedeutet. „Das“, sagte Detlef Knipping, „bedeutet Wertigkeit.“

Im Klartext: Der unter Denkmalschutz gestellte Bestand darf nicht einfach weggerissen werden, wenn er nicht mehr genutzt wird. Das bedeutet aber auch, dass damit die Erhaltungspflicht durch die BIMA verbunden ist. Das aktuelle Problem sieht Albert Hadersbeck allerdings in der weiteren Nutzung der Messhalle, die jetzt noch von der LL/LTS als Stabsgebäude und als Packhalle Verwendung findet. „Sie bleibt auch dann in der Verantwortung des Eigentümers“, stellte Detlef Knipping klar. Die kann nicht einfach so eingezäunt werden, wenn sie vom Ausbildungsbataillon nicht mehr gebraucht wird.

Gemeinderat Peter Filser vertritt die Auffassung, dass die weitere Nutzung der Gebäude zwar denkmalskonform sein muss, „aber man muss auch Zugeständnisse machen“. Detlef Knipping sagte dazu, der Denkmalschutz achte zwar darauf, dass der historische Bestand erhalten bleibt, „ aber behutsame Eingriffe würden zugelassen. „Es ist nicht so, dass wir die Käseglocke drüber stülpen.“

Das weitere Prozedere sieht vor, dass der Gemeinde detaillierte Unterlagen zur Begutachtung durch den Gemeinderat übergeben werden sollen. Nächste Woche will sich Albert Hadersbeck zudem mit einem Vertreter der BIMA treffen.

„Wir wollen wissen, wie sich der Eigentümer das weitere Vorgehen vorstellt.“ Die Diskussion im Gemeinderat habe gezeigt, dass noch einige Dinge genau abgeklärt werden müssten und leider auch, „dass die Sorgen für uns definitiv nicht kleiner geworden sind.“

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