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Halbe Million für marode Straßen

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Schongau - Zahlreiche Straßen in Schongau sollen noch in diesem Jahr saniert werden. Doch nicht alle Projekte stießen bei den Stadträten auf Zustimmung.

Wie jedes Jahr hat der Bauhof nach dem Winter die Straßenschäden aufgenommen und ausgewertet. 484 000 Euro sind für derartige Instandsetzungen im Haushalt für die Jahre 2011 und 2012 vorgesehen, was nach viel klingt. Angesichts der Vielzahl der Maßnahmen verrinnt diese Summe aber wie Sand im Stundenglas.

Eine Maßnahme zumindest spart sich die Stadt in diesem Jahr, nämlich die eigentlich fällige Gehwegsanierung in Teilen der Marktoberdorfer Straße für 21 000 Euro. Weil es dort Pläne unter anderem für großflächige Leitungsarbeiten mit dem geplanten Bauprojekt am Bolzplatz gibt und auch ein Radwegausbau vorgesehen ist, „wäre es ein Schildbürgerstreich, dieses Projekt jetzt anzugehen“, sagte Tiefbau-Referent Alexander Joseph in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung. Vorgesehen sind:

-Georg-Friedrich-Händel-Straße: Straßenentwässerung und Bordsteine zwischen Johannes-Brahms- und Beethovenstraße (23 000 Euro).

-Alpspitzstraße: Gehwegsanierung in Teilbereichen (4500 Euro).

-Karwendelring: Teilrückbau von Pflasterflächen, die für die Verkehrsbelastung nicht geeignet sind und sich verschieben (10 500 Euro).

-Tannenberger Straße: Fahrbahnsanierung im Kurvenbereich nahe der Tankstelle (4000 Euro).

-Zugspitz-/Tegelbergstraße: Gehwegsanierung (2500 Euro).

-Perlachstraße: Straßenerweiterung beim Trachtenheim (3500 Euro).

Dazu kommen noch 20 000 Euro für allgemeinen Straßenunterhalt durch den Bauhof und 10 000 Euro zur Beseitigung der Unwetterschäden vom 5. Juli.

Am Buchenweg, wo die Trafostation der Lechwerke abgerissen und das Grundstück von der Stadt gekauft wurde, entstehen sieben neue Parkplätze, was 12 000 Euro kostet. Eigentlich ein Neubau ist der Wendehammer an der Dessau-Straße, ganz im Westen. 2005 wurde der Wendepunkt nur mit einer provisorischen Tragdeckschicht gebaut, bis die Firma Hirschvogel das südlich gelegene Grundstück erwirbt - was mittlerweile passiert ist. Gesamtkosten: 27 000 Euro.

Das ist aber noch nicht die teuerste Maßnahme. In der Feichtmairstraße soll auf beiden Seiten der Gehweg (mit Ausnahme des Stücks am Parkplatz) für 32 000 Euro saniert werden. Sogar 49 500 Euro sind für die Gehwegsanierung in der Pöllandtstraße vorgesehen. Bei diesen beiden Projekten legte Robert Bohrer (SPD) sein Veto ein. „Kann man die nicht zurückstellen?“, wollte er wissen. „Wir würden uns sicher ärgern, wenn die noch zwei Jahre halten.“ Joseph aber drängte auf eine Entscheidung, weil man dieses Jahr sowieso spät dran sei mit der Vergabe. Und Stephan Hild (UWV) vertraut dem Sachverstand der Bauhof-Mitarbeiter, „die schlagen so eine Maßnahme ja nicht zum Spaß vor“. Der Beschluss fiel schließlich mit zwei Gegenstimmen.

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