Freuten sich sichtlich über die gelungene Renovierung der Haldenkapelle: (vorne von links) die Mesner Barbara und Josef Schamper sowie Kreisheimatpflegerin Heide Weißhaar-Kiem. Hinten von links Kirchenmaler Paul Ressl, Kirchenpfleger Erwin Filser, Pfarrer Michael Vogg und Bürgermeister Georg Epple.

haldenkapelle in apfeldorf wieder eingeweiht

„Kapelle ist Zeuge unseres tiefen Glaubens“

Apfeldorf - „Diese Kapelle ist Zeuge unseres tiefen Glaubens“, sagte jetzt Pfarrer Michael Vogg und lobte damit das Engagement der Apfeldorfer Pfarrgemeinde. Mit einem Kostenaufwand von 180 000 Euro ist die Haldenkapelle umfassend saniert worden und konnte nun, pünktlich zum 200-jährigen Bestehen, wieder eingeweiht werden.

Kirchenpfleger Erwin Filser erinnerte in seiner Rede an die Entstehung der Kapelle. Damals gingen der Pfarrer und der Gemeindeschreiber von Haus zu Haus und sammelten 500 Gulden an Spenden. Doch der Bau des Gotteshauses verschlang über 700 Gulden, sodass man nach der Einweihung im September 1816 sämtliches übriggebliebene Baumaterial, Gegenstände und Devotionalien aus der Vorgängerkapelle verkaufen musste, um den Fehlbetrag auszugleichen.

„Wir haben noch nicht abgerechnet, aber es besteht die Hoffnung, dass wir ein bisserl unter der Kostenschätzung bleiben“ stellte Filser diesmal die Einhaltung des Kostenplanes in Aussicht. Sein Dank galt der bischöflichen Finanzkammer für die Übernahme von 56 Prozent der zuschussfähigen Kosten (knapp 100 000 Euro) sowie der Gemeinde Apfeldorf, die ebenfalls einen stattlichen Betrag beigesteuert hat.

Damit einher ging die Verlängerung eines Vertrages, dass die Kapelle auch für die nächsten 50 Jahre als Leichenhaus genutzt werden kann. „Kirche und politische Gemeinde profitieren hier gleichermaßen“, meinte dazu Prodekan Michael Vogg, der auch an das harmonische Miteinander im Apfeldorfer Pfarrhof erinnerte. Bürgermeister Georg Epple lobte seinerseits alle beteiligten Firmen für ihre reibungslose sowie unfallfreie Arbeit und erwähnte besonders den Kirchenmaler Paul Ressl, der den gesamten Innenraum neu erstrahlen ließ.

Blumen und Dankesworte gab es auch für die Familie Schamper, die sich seit Generationen um die Kapelle neben ihrem Anwesen kümmern. Umrahmt von Weisenbläsern, Zitherduo und Orgelmusik, zelebrierte der Pfarrer zuvor einen feierlichen Gottesdienst in der überfüllten Kapelle. Nachdem er den Segen für diesen Raum erneuert hatte, rief Vogg in seiner Predigt dazu auf, nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die innere Gesundheit zu achten. Trost und starken Glauben könne man auch in der Ruhe dieses Kirchleins finden.

Besonders beeindruckend war das „TeDeum“ am Ende der Feier, bei dem der Orgelbauer Bruno Orterer die altehrwürdige Simnacher-Orgel erklingen ließ – und alle Gläubigen kräftig mit einstimmten. „Unser Sonnen-Kontingent haben wir offensichtlich schon bei der Bergmesse ausgeschöpft“, bedauerte Erwin Filser das kühle Wetter und lud deshalb zum geselligen Mittagstisch mit Kaffee und Kuchen in den Pfarrhof ein.

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