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Andrea Sepp trug den Hohenfurcher Haushalt 2015 vor.

Gemeinderat Hohenfurch

Haushalt 2015 mit wenig Spielraum

Hohenfurch - 3,7 Millionen Euro beträgt der Haushalt der Gemeinde Hohenfurch für dieses Jahr. 2,1 Millionen im Verwaltungshaushalt und 1,6 Millionen im Vermögenshaushalt. Ein ausgeglichener Haushalt, aber mit wenig Spielraum.

Ein Mammut- Werk von 235 Seiten, das Kämmerer Sebastian Ostenrieder erstellt hat und von Andrea Sepp vorgetragen und dem Gemeinderat die einzelnen Positionen erläutert hat. Eine Kreditaufnahme ist nicht erforderlich. Allerdings ist im Haushaltsjahr 2015 eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt in Höhe von 63 000 Euro vorgesehen. Vorausschauend, dass die Gemeinde bei Investitionen in Vorleistung gehen muss. Die Schulden sind durch Investitionen in die Erschließung von Baugebieten, in Schule, Kindergarten und Kinderkrippe von 321 000 Euro im Jahr 2013 auf 1,049 Millionen Euro im vorigen Jahr angewachsen. Das bedeutet, dass jeder der 1535 Einwohner ein Schuldenpackerl von 683 Euro zu tragen hat. Die Steuereinnahmen der 1535 Einwohner zählenden Gemeinde hat Kämmerer Sebastian Ostenrieder vorsichtig kalkuliert. Bei der Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 380 Prozentpunkten liegt der Ansatz bei 170 000 Euro. Im vorigen Jahr waren es exakt 163 000 Euro. Deutlich weniger bringt die Grundsteuer in die Kasse. 14 250 Euro sind es bei der Grundsteuer A, 116 000 Euro bei der Grundsteuer B. 377 900 Euro beträgt in diesem Jahr die Schlüsselzuweisung vom Land. Und damit 25 000 Euro weniger als im vergangenen Jahr. Deutlich mehr, nämlich 787 000 Euro, ist der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Der beinahe von der Kreisumlage wieder aufgefressen wird. 653 000 Euro muss die Gemeinde in diesem Jahr an den Landkreis abführen. „Wir haben damit die Höchstmarke erreicht“, meinte verärgert Gemeinderat Josef Schmidbauer. Das müsse man dem Kreis sagen. Aus seiner Sicht sei das schon sehr heftig. Das seien 85 000 Euro mehr als im vorigen Jahr. An Ausgaben hat es im vergangenen Jahr nicht gemangelt. Allein für den Unterhalt des Kindergartens musste die Gemeinde 212 000 Euro drauflegen. „Ein Aufwand der Gemeinde, den die Leute wissen sollten“, meinte Schmidhuber. 605 000 Euro hat die Gemeinde 2014 in den Kindergarten investiert, heuer sind es 160 000 Euro für die Kinderkrippe, 140 000 Euro für das neue Löschfahrzeug (2016 weitere 230 000), 425 000 Euro für Tiefbaumaßnahmen, 247 000 Euro für die Wasserversorgung und 150 000 Euro für den Erwerb von Bauland. Bei all diesen Ausgaben ist es nicht verwunderlich, dass sich in der Gemeinde die Schulden auf 1.049 Millionen Euro angehäuft haben. Lediglich in den Jahren 1997 und 1998 waren sie noch um rund 30 000 Euro höher.  Bürgermeister Guntram Vogelsgesang hat bereits angekündigt: „Schulden werden weiter abgebaut.“ Wenn die Rücklagen in Höhe von 305 000 Euro berücksichtigt werden, vermindern sich die Schulden auf nur noch 700 000 Euro. Geschlossen hat der Gemeinderat Hohenfurch dem sehr ausführlich beratenen Haushaltsplan für das Jahr 2015 zugestimmt.

wk

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