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Werden saniert: Der Parkplatz inklusive Zufahrt am Schongauer am Waldfriedhof.

Viel Bautätigkeit

Heißer Herbst am Schongauer Waldfriedhof

Schongau - Am Schongauer Waldfriedhof wird es bald vorbei sein mit der Ruhe. Denn nicht nur bei der Sanierung des Leichenhauses geht es in die letzte Runde, auch die Zufahrt und die Parkplätze bei Verklärung Christi werden saniert.

Die ersten beiden Sanierungsabschnitte bezogen sich auf den äußeren Bereich des 1964 erbauten Leichenhauses, unter anderem wurde das marode Flachdach saniert und die Fenster erneuert. Jetzt geht es auch ins Innere: Vor allem die WC-Anlagen sollen erneuert und barrierefrei umgebaut werden, was erhebliche Arbeiten bedeutet unter anderem mit dem Versetzen von Wänden. Auch der Aufenthaltsbereich der Bestatter mit Dusche und Toilette wird hergerichtet. Die Aufbahrungszellen erhalten eine neue Lüftungsanlage, auch das Ambiente mit Beleuchtung und neuem Anstrich soll künftig freundlicher daherkommen. Schließlich wird noch die Elektroinstallation erneuert.

Auch der Umgriff des Leichenhauses wird neu gestaltet, der marode Asphalt kommt weg, es wird mehr Barrierefreiheit geben bei den Zugängen zu Aussegnungshalle und Schaugang. Bei den Kosten gab es laut dem zuständigen städtischen Hochbau-Fachmann Thomas Ola erhebliche Ausschläge im vergleich zur Planung, weil es unter anderem nach Gesprächen mit der Friedhofsverwaltung und dem Behindertenbeauftragten so viele Änderungen gab. Normalerweise bedeutet das, dass ein Vorhaben teurer wird. Hier aber konnte Ola verkünden: Es wird sogar billiger, rund 20 000 Euro gegenüber des Kostenvoranschlags. „Der genehmigte Rahmen der gesamten Maßnahme von 570 000 Euro kann voraussichtlich eingehalten werden“, so Ola. Wichtig für Friedhofsbesucher: „Bis Allerheiligen wollen wir möglichst fertig sein.“

Ob das beim zweiten wichtigen Projekt auch funktioniert, ist unklar. Denn während die Baumaßnahme an der Leichenhalle bereits im September starten soll, ist man bei der Zufahrt noch nicht so weit, dort läuft noch die Ausschreibung. Die Fertigstellung hatte sich der ehemalige Stadtpfarrer Karl Rottach eigentlich noch vor seinem Abschied gewünscht, doch daraus wurde nichts – und die Stadt war daran nicht Schuld, wie der zuständige Tiefbau-Mitarbeiter Martin Blockhaus betonte. Rottach selbst sei im August vergangenen Jahres auf die Stadt zugekommen und habe darum gebeten, die Entscheidung über die Parkplatz-Variante solle sein Nachfolger und die dann amtierende Kirchenverwaltung treffen. Das ist Mitte Juni passiert, so Blockhaus, der verdeutlichte, dass es viele Gespräche gegeben habe.

Denn die eigentlich problemlos wirkende Baumaßnahme hat einige Tücken. Die Parkplatz-Sanierung ist noch unproblematisch, doch schon beim geplanten neuen Fußweg südlich des Friedhofs wird es knifflig. Der Grund gehört nämlich der Kirche. Doch die Stadt hält den Weg, der auch Schulweg ist, für sinnvoll, deshalb wird die Stadt die betreffende Fläche von der Kirche kaufen. Durch den zusätzlichen Fußweg fallen vermutlich drei Parkplätze weg, so Blockhaus.

Die Verkehrsinsel, die für ein langsameres Tempo der Autofahrer sorgen soll, wird als Querungshilfe weiter ausgebaut, der Gehweg auf dieser Seite etwas verbreitert. Insgesamt kostet das Projekt 105 000 Euro, von denen die Stadt rund 61 000 Euro und die Kirche knapp 44 000 Euro zahlen muss.

Boris Forstner

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