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Wilfried Knorr: Direktor von Herzogsägmühle

Drei Unterkünfte geplant

Weitere Flüchtlinge in Herzogsägmühle

Herzogsägmühle - Einmal mehr möchte das Diakoniedorf Herzogsägmühle seine Pforten für Menschen in Not öffnen: 120 weitere Asylbewerber sollen dezentral in drei verschiedenen Gebäuden untergebracht werden.

Intensive Gespräche mit dem Landkreis laufen bereits seit November – jetzt ist es halbwegs amtlich: In Herzogsägmühle soll für Asylbewerber gebaut werden. Geplant sind insgesamt drei dezentrale Unterkünfte. Dort sollen einmal 60 und zweimal 34 erwachsene Flüchtlinge beherbergt werden. Das Projekt ist in der Planungsphase. Schließlich muss sich das Landratsamt erst noch mit der Regierung von Oberbayern abstimmen. Zudem muss der finanzielle Aspekt passen.

Drei Gebäude geplant

Geplant ist der Bau dreier verschiedener Gebäude, erklärt Herzogsägmühle-Direktor Wilfried Knorr. Standort Nummer eins findet sich in der nördlichen Verlängerung des Kapellenfelds. Dort wird das größte Bauvorhaben anvisiert. Zuerst sollte es eine Leichtbauhalle werden – „aber davon ist man jetzt wider weg“, so Knorr. Stattdessen denkt man über Mobilheime nach. Dort sollen insgesamt 60 Wohneinheiten entstehen.

Standort Nummer zwei: Die ehemalige Arztstation neben dem Herzogsägmühler Verwaltungsgebäude. Die steht derzeit leer und würde gegebenenfalls abgerissen und durch einen doppelstöckigen Container ersetzt. Der Vorteil: „Die Fundamente und Anschlüsse sind noch da.“ 34 Asylsuchende könnten in diesem Gebäude untergebracht werden.

Sowohl für die Mobilheime als auch den Container würde das Landratsamt als Bauherr auftreten. Anders verhält es sich bei Standort Nummer drei: Hinter der Gärtnerei, dort wo das ehemalige Telezentrum liegt. Auch dieses würde abgerissen – Fundament und Anschlüsse könnten bleiben – und einem Container weichen.

Herzogsägmühle will Bauherr sein

Herzogsägmühle selbst will für dieses Projekt der Bauherr sein. „Wir müssen sowieso bauen“, schildert Wilfried Knorr. Im Erdgeschoss sollen neue Sozialräume für die Gärtnerei entstehen und die bestehenden im alten Telezentrum ersetzen. 30 bis 34 Asylbewerber sollen im Obergeschoss untergebracht werden.

Missstände sollen vermieden werden

„Wir sind im Gespräch, das ist alles eine Kostenfrage“, so Knorr weiter. Schließlich seien mehrere dezentrale, kleine Einheiten teurer als eine große Halle mit 200 Betten. Trotzdem sei nur dieses Konzept mit drei kleinen Einheiten für Herzogsägmühle überhaupt für den Ort tragbar und „sozialverträglich“, betont der Herzogsägmühle-Direktor. „Sonst hätten wir mit der Betreuung definitiv ein großes Problem“, spricht er die Missstände in großen Flüchtlings-Hallen an.

Barbara Schlotterer-Fuchs

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