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Neben der Verwaltung und dem Peitnachhof benachbart der einstöckige Container-Neubau.

Letzte Vorbereitungen in Herzogsägmühle 

Flüchtlinge werden erwartet

Herzogsägmühle - Nächste Woche ist es so weit: Der einstöckige Container-Neubau neben der Verwaltung von Herzogsägmühle wird Zug um Zug von Flüchtlingen bezogen.

Noch ist das allerdings eine Rechnung mit etlichen Unbekannten, denn über die Zusammensetzung der Herkunftsländer der Asylbewerber liegen der zuständigen Abteilungsleitung „Hilfe für Flüchtlinge, Migration und Integration“ bisher nur spärliche Informationen vor. Überwiegend dürfte es sich um Menschen aus Afghanistan handeln, die die größte Gruppe der Flüchtlinge im Landkreis Weilheim-Schongau stellen. Nach Kenntnis von Armin Wrinskelle von der Leitung kommen die Flüchtlinge vermutlich aus verschiedenen Einrichtungen des Landkreises und voraussichtlich nicht alle auf einmal, sondern kontingentweise.

Es wird eine Mischbelegung

Ein großes Fest zum Empfang ist nicht geplant, denn, so Wrinskelle, „wir wissen nicht wann genau, woher und wie viele“ Menschen hierherfinden. Erwartet werden Männer und Frauen mit Kindern. Es wird also eine Mischbelegung der zunächst zur Verfügung gestellten 28 Betten geben. Die Flüchtlinge werden nach Geschlechtern getrennt untergebracht, die Frauen mit ihren Kindern im ersten Stock. Dort werden sie auch über getrennte Sanitärräume verfügen.

Nach längerem Leerstand wurden diese Woche die Möbel für die Container angeliefert, die jeweils als Doppelzimmer angelegt sind. Zwei Doppelcontainer bleiben vorerst frei und dienen als Aufenthaltsräume, können aber im Bedarfsfall für Familien hergerichtet werden. In jedem Stockwerk gibt es Küchen, die übrigens mit einfach zu bedienenden und zu reinigenden Backöfen ausgestattet sind. Die Neuankömmlinge werden Selbstversorger sein und können, mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Verpflegungsgeld, ihren Bedarf regeln.

Besonderes Maß an Toleranz

Die Flüchtlinge sollen nach ihrer Ankunft auf die Besonderheiten des Sozialdorfes Herzogsägmühle eingestellt und darauf vorbereitet werden, dass hier ein besonderes Maß an Toleranz das Miteinander bestimmt. Aber, meint Armin Wrinskelle, die neuen Bewohner seien aus ihren Heimatländern im Umgang mit benachteiligten Menschen sicherlich alltägliche Erfahrung haben.

Betreut werden die Asylsuchenden neben anderen von Bundesfreiwilligendienstleistenden und einem weiteren Mitarbeiter sowie Freiwilligen. Damit ihre Integration zügig vonstatten geht, soll zeitnah mit Deutsch-Unterricht begonnen werden. Fremdsprachenkenntnisse werden sich herausstellen, auch auf den Umgang mit Analphabeten ist man vorbereitet.

Rüdiger Matt

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