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Großer Ansturm herrschte am Buffet.

Herzogsägmühle

Kulinarische Köstlichkeiten multikultrell

Herzogsägmühle - Mit soviel Andrang hatten die Organisatoren nicht gerechnet. Rund 550 Besucher kamen zum „Fest der Einheit der Kulturen“ nach Herzogsägmühle. Geboten waren ein Kochwettbewerb, gemeinsames Essen, Musik und Tanz in der Deckerhalle.

„Es war ein wunderschönes Fest“, schwärmte Organisatorin Cornelia Heindl. Und traf damit die Meinung vieler Besucher. „Friedlich, positiv, schöne Stimmung, einfach toll“, war als Antwort auf die Frage, wie es ihnen gefallen habe. Aus dem ganzen Landkreis waren Besucher ins Diakoniedorf gekommen, um unter dem Motto „Kulturen verbinden“ gemeinsam zu feiern. Allerdings waren angesichts der Besuchermassen aus den verschiedensten Nationen nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch Wunder gefragt. Da sich nur 330 Gästen angemeldet hatten, aber fast doppelt so viele gekommen waren, berief sich Direktor Wilfried Knorr in seiner Begrüßungsrede auf die Speisung der 5000. „Jesus konnte mit ein paar Fischen und Broten 5000 Menschen sättigen, da werden wir das doch mit 320 Enten für alle hinbekommen“, rief er zum teilen auf. Und ermahnte die Besucher in bestem Englisch: „And please, don’t drink more than two glasses wine or two beer. We are glad to join the time with you, especially as long as you are not drunk and we won’t have any problems than!“ (Bitte trinken Sie nicht mehr als zwei Gläser Wein oder zwei Bier. Wir verbringen gerne Zeit mit Ihnen, besonders so lange Sie nicht betrunken sind und wir keine Probleme mit Ihnen haben). Die Sorge war unbegründet, denn das Essen wurde gerne geteilt und das Fest verlief trotz Alkoholausschank harmonisch und ruhig.

Die gestrenge Jury: (v.l.) Susanne Seeling (Ehrenamtskoordination für die Asyl-Unterstützerkreise), Armin Eisenreich (Meisterkoch) und Anton Baldauf (Ausbilder an der Berufsschule Herzogsägmühle).

Auch stellvertretender Landrat Karl-Heinz Grehl bekannte sich in seinem Grußwort zur Willkommenskultur und freute sich, dass so viele Besucher zum Fest erschienen waren.

Ein Highlight war der Kochwettbewerb, bei dem fünf Mannschaften aus verschiedenen Wohngruppen neun Gerichte für jeweils 15 Personen vor Ort kochten. Eine gestrenge Jury, bestehend aus Susanne Seeling, der Ehrenamtskoordination für die Asyl-Unterstützerkreise im Landkreis, Meisterkoch Armin Eisenreich, Anton Baldauf, Ausbilder an der Berufsschule Herzogsägmühle und dem Chefkoch des Gasthaus Herzog Werner Schwarz beurteilte die zubereiteten Speisen.

Kriterien waren Kreativität, optische Wirkung, Geruch, Frische, Konsistenz und natürlich Geschmack. Zum Sieger wurden die Jungs aus der Wohngruppe Ammergauer Straße in Peiting gekürt. Das Falafel von Ayman Matar, Raed Hamodah, Mostafa Daraj und Hamza Matar war ein Gedicht und auch noch appetitlich dekoriert. Der zweite Platz ging ebenfalls nach Peiting an die Wohngruppe Lorystraße (Maschamlifof), den dritten Preis holte die Wohngruppe aus Hohenpeißenberg mit Kurma und Naan.

Die glücklichen Gewinner des Kochwettbewerbs: (v.l.) Raed Hamodah, Ayman Matar und Mostafa Daraj.

Wer Glück hatte, konnte auch ein bisschen von den Leckereien zum probieren ergattern. Angesichts der Massen reichte es natürlich nicht für alle. Dafür war genug Musik für alle da. Die Gruppen „Roter Mohn“ und Notenschluss spielten zum Tanz auf und Jung und Alt aus den verschiedensten Nationen mischten sich auf der Tanzfläche.

Mit Eis und Früchten für alle fand das rauschende Fest schließlich gegen 21 Uhr einen ruhigen Ausklang.

Ursula Fröhlich

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