Vor knapp zwei Jahren wurden die Räume der Herzogsägmühler Licht- und Wachsmanufaktur ein Raub der Flammen. Noch immer sind die Fenster, hinter denen das Feuer wütete, nur provisorisch verkleidet. Das soll sich bald ändern, wenn der Wiederaufbau beginnt.
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Vor knapp zwei Jahren wurden die Räume der Herzogsägmühler Licht- und Wachsmanufaktur ein Raub der Flammen. Noch immer sind die Fenster, hinter denen das Feuer wütete, nur provisorisch verkleidet. Das soll sich bald ändern, wenn der Wiederaufbau beginnt.

Herzogsägmühle

Nach verheerendem Brand: Licht- und Wachsmanufaktur wird neu aufgebaut

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Fast zwei Jahre ist es her, dass ein Feuer dem Gebäude der Herzogsägmühler Licht- und Wachsmanufaktur schweren Schaden zufügte. Jetzt gibt es gute Neuigkeiten: Schon bald soll der Wiederaufbau der Räume in der Werkstraße starten. Den entsprechenden Plänen hat der Corona-Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt.

Herzogsägmühle – Ein technischer Defekt an einem der Wachsheizkessel hatte Anfang Mai 2019 die Katastrophe in Herzogsägmühle ausgelöst. Ein Spaziergänger bemerkte damals in der Nacht die Flammen im ersten Stock des Gebäudes. Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte an. Den Einsatzkräften gelang es, den Brand einzudämmen, der Schaden war dennoch enorm. An eine weitere Nutzung der Räume war nicht mehr zu denken, die Gerätschaften zerstört. Einziger Lichtblick: Das angrenzende Lager blieb laut Herzogsägmühle-Direktor Wilfried Knorr von den Flammen verschont. Dort und in den früheren Räumen der mechanischen Werkstatt im Erdgeschoss habe die Wachsmanufaktur ein Übergangsquartier gefunden. Glück im Unglück hatte auch die Kfz-Werkstatt, die im gleichen Gebäude untergebracht ist. „Hier war nur das Löschwasser ein Problem, nach 14 Tagen war aber alles wieder in Ordnung“, so Knorr.

Versicherung hat Regulierung des Schadens zugesagt

Das soll bald auch wieder für die Räume der Wachsmanufaktur im ersten Stock gelten. Die Versicherung habe mittlerweile die Regulierung des Schadens zugesagt, berichtet Knorr. Im Zuge der Instandsetzung werden Teile des durch das Feuer beschädigten Dachaufbaus ersetzt. Außerdem sollen die Räume der Wachsmanufaktur neu aufgeteilt werden, um die aktuellen Anforderungen aus Gewerbe- und Arbeitsrecht zu erfüllen, hieß es in der jüngsten Sitzung des Corona-Ausschusses, als es um den Bauantrag und die Nutzungsänderungen ging.

Gemeinderäte haben keine Einwände

Flächen, die bislang als Lager- und Produktionsflächen genehmigt gewesen waren, sollen künftig für die Umkleiden und Aufenthaltsräume genutzt werden. In den Räumen der mechanischen Werkstatt sollen Funktionsbereiche der Imkerei und das Wachsrecycling untergebracht werden. „Dafür werden die bestehenden Flächen mit Raumteilern ergänzt, um die Funktionen des Wachsrecyclings besser organisieren zu können“, berichtete Bauamtsmitarbeiterin Bettina Maeße. Im Gremium gab es keine Einwände gegen die Pläne, einstimmig segneten die Mitglieder das Vorhaben ab. „Das ist eine gute Entwicklung, wenn hier wieder Leben einkehren kann“, freute sich Bürgermeister Peter Ostenrieder.

Noch größeres Projekt wird folgen

Der Wiederaufbau der Licht- und Wachsmanufaktur ist laut Knorr übrigens nur der erste Schritt eines größeren Projekts in Herzogsägmühle. So soll die Werkfeuerwehr, die ebenfalls in dem Gebäudekomplex beheimatet ist, in den nächsten Jahren in ein neues Feuerwehrhaus gegenüber der Wühlkiste umziehen. Der frei werdende Platz im jetzigen Gebäude könne dann von der Kfz-Werkstatt genutzt werden, so Knorr.

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